100 Jahre Spvgg Rommelshausen
100 Jahre Sportvereinigung Rommelshausem 100 Jahre Sportvereinigung Rommelshausem
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Vorwort

Die Homepage zur Chronik
der Spvgg Rommelshausen

Herzlich Wilkommen
auf der Homepage mit der erweiterten Chronik der Spvgg Rommmelshausen

Festwochenende

Beitrag der Spvgg im Mitteilungsblatt der Gemeinde Kernen vom 18.juni 2008:

100 Jahre Spvgg:
Das große Festwochenende ist Geschichte!

Das große Festwochenende "100 Jahre Spvgg Rommelshausen" ist vorbei. Fünf wunderbare Tage sind Geschichte. Selbst der Regen am Ende der Feierlichkeiten konnte das Gesamtbild nicht mehrtrüben: Das Jubiläum war ein einziger, großer Erfolg!

Los ging's bereits am Donnerstag mit einem großartigen Festakt in der Rumold-Halle. Am Freitag sorgte das Gamsbart-Trio für Stimmung im Festzeit, DJ King Ralph legte in der Disco "Spvgg-Halle" auf. "The Bring It Home Boys" ließen es am Samstagabend im Zelt so richtig krachen, kaum einen der vielen Besucher hielt es noch auf den Bänken. Zuvor spielten, rannten, hüpften und kletterten Kinder bei den Mitmachangeboten im Stadion, die auch am Sonntagnachmittag großen Anklang fanden. Der bunte Festumzug durch "Rom" war am Sonntag das Highlight schlechthin. Petrus hatte trotz schlechtester Prognosen ein Einsehen mit dem Jubilar und seinen Gästen - es blieb bei ein paar Tröpfchen, die als Freudentränen verbucht werden können. Im vollen Festzeit unterhielten anschließend Gruppen aus dem Festzug die Gäste, die Fahnenschwinger aus Rastatt wirbelten mit ihren Fahnen über die Bühne. Bereits beim Einmarsch der Gruppen erhielt der 1. Vorsitzenden der Spvgg, Otto Förstner, eigens für die Spvgg angefertigte Fahnen überreicht. Zum Abschluss am Montag rockte die legendäre Spider Murphy Gang - dabei auch ihre bekannten Hits wie "Skandal im Sperrbezirk" und "Schickeria".

Ein ausführlicher Rückblick folgt - sobald wir uns von diesem großen und tollen Festwochenende erholt haben. Doch schon jetzt wollen wir DANKE sagen!

Möglich wurden diese großartigen Tage einzig und allein durch unzählige freiwillige Helfer und deren unglaubliches ehrenamtliches Engagement sowie durch den aufopferungsvollen Einsatz von Jung und Alt, von Frauen wie Männern, Sportlern wie Nicht-Sportlern, Vereinsmitgliedern wie Nicht-Mitgliedern, Sponsoren, Gönnern, Spendern und Mäzenen. Möglich wurden diese großartigen Tage aber auch durch Sie, die Bürgerinnen und Bürger Kernens. Hätten Sie nicht so großartig mitgefeiert, wäre diese Atmosphäre und Stimmung, die fünf Tage über der Gemeinde lagen, nie möglich gewesen.

Bei allen möchte sich die Spvgg an dieser Stelle ganz, ganz herzlich bedanken! Ihnen allen gebührt höchster Respekt, haben Sie sich doch in Ihrer Freizeit mit all Ihrer Kraft unentgeltlich für den Verein zur Verfügung gestellt. Ohne Sie wäre nichts von all dem möglich gewesen!

Die fünf Tage haben gezeigt, was möglich ist und dass die Gemeinschaft in und um die Spvgg in hervorragender, nicht zu übertreffender Art und Weise funktioniert. DANKE für all die Zeit, Mühen, Ideen, Ausdauer, Geduld und Kraft, die Sie eingebracht haben, um den 100. Geburtstag der Spvgg Rommelshausen zu einem unvergesslichen Ereignis werden zu lassen. Sie haben Geschichte geschrieben. Über dieses Jubiläum und diese fünf Tage wird man auch in 100 Jahren noch sprechen.

Dank für Verständnis und Toleranz!
Die Feierlichkeiten haben nicht nur eine akustische Belastung mit sich gebracht. Auch die Parkplatzsituation hatte sich während der Festtage verschärft. Insbesondere die Anwohner rund um das Sportgelande auf der Reute und in der oberen Kelterstraße waren davon betroffen. Die Spvgg bedankt sich recht herzlich bei den betroffenen Mitbürgerinnen und Mitbürgern für ihr Verständnis und ihre Toleranz!

Dem ist kaum was hinzuzufügen. Und es ist ganz sicher keine Lobhudelei, sondern das ehrliche Gefühl der Beteiligten und Organisatoren.

Weil nun das Fest Geschichte ist, ist es auch schon wieder Sache der Chronisten: Es sind eine große Menge von Bildern gemacht und auch ein Film gedreht worden. Eine Auswahl von Bildern zu den einzelnen Events werden Sie in den anhängenden Seiten finden. Wir werden das Festwochenende und die betreffenden Veranstaltungen im laufenden Jahr in den nächsten Tagen für Beteiligte und Unbeteiligte zur Nachlese und für die kommende Generation als Beitrag zu deren Chronik aufarbeiten und dokumentieren. Und der Verein wird weitere Wege finden, das Fest im Gedächtnis zu behalten.

Vorwort zur Chronik

Wir freuen uns, dass Sie Interesse an der Geschichte der Spvgg haben. Dazu haben wir eine Festschrift verfasst und an alle Haushalte der Gemeinde Kernen kostenlos verteilt. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns zustimmen, dass diese Festschrift dem 100-jährigen Geburtstag des Vereines gerecht wird. Nach dem zwischenzeitlichen durchweg positiven Feedback scheint dies gelungen zu sein.

Bei der Erarbeitung wurde uns aber so viel Material hauptsächlich von Mitgliedern und Bürgern zur Verfügung gestellt - wofür wir uns ganz herzlich bedanken - dass bei Weitem nicht alles in der Fetstschrift untergebracht werden konnte. Manchmal fiel es schwer, wegen der Seitenbeschränkung auszuwählen, und ganz sicher hätte man es manchesmal auch anders machen können. Vielleicht war dies sogar die schwierigste Aufgabe bei der Festschrifterstellung.

Damit aber die Vielzahl der Bilder und Dokumente nicht wieder verloren geht, haben wir uns entschlossen, eine erweiterte Chronik in vorliegender Homepage zu präsentieren. Nachdem die letzten Wochen uns aber die Festschrift doch sehr in Anspruch genommen hat, ist noch manches nicht aufgearbeitet. An einigen Stellen ist die Präsentation auch nur vorläufig. Die Homepage wird also im Laufe der Zeit noch deutlich weiter wachsen und auch besser gestaltet werden. Wir möchten aber den vorhandenen Inhalt zum Festwochenende nicht vorenthalten, so dass wir uns entschlossen haben, auch die noch unvollständige Homepage öffentlich zu machen.

Zum stöbern gibt es 2 Menü-Leisten:
Mit der oberen Leiste können Sie die Rubrik auswählen und mit der linken Leiste den betreffenden Zeitbereich. Die Inhalte sind teilweise auch untereinander verlinkt, so dass Sie sich auch "durchhangeln" können, aber wie gesagt, der Endzustand ist noch nicht erreicht.

In den Übersichten sind zunächst im wesentlichen die Inhalte der Festschrift dargestellt, von denen aus Sie dann weitere Inhalte aufrufen können.

Nun viel Spass beim Lesen. Und wenn Sie Vorschläge oder weitere Dokument oder Informationen haben, geben Sie uns Bescheid (siehe Impressum); auch wenn Ihnen etwas nicht gefällt. Wir sind für jede sachliche Kritik offen. Berechtigte Beanstandungen werden wir sofort bereinigen.

Insbesondere würden wir uns aber freuen, wenn Sie uns aus aus Ihrem Fundus oder dem "Nachlass von Opa" weitere Bilder, Dokumente oder auch Pokale aus früherer Zeit oder aus den letzten Jahren zur Dokumentation ausleihen könnten, um "weiße" Flecken zu schließen.

Ihre Spvgg Rommelshausen

Leitwort und Motivation für die Erarbeitung der Chronik

Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft. (Wilhelm von Humboldt)

Zur Entstehung der Festschrift


-von Brunhilde Haußmann-

Brunhilde Haußmann
Brunhilde Haußmann

„100 Jahre Sportvereinigung Rommelshausen“
Vor eineinhalb Jahren, da saßen die Vier
mit vielen Ideen vor leerem Papier,
der Herbert, der Günter, der Roland, der Fritz,
sie haben gesichtet, geordnet, geschwitzt
und Karina, die Fünfte im Bunde,
unterstützte nach Kräften die Herrenrunde.
Man fuhr ins Archiv zum Recherchieren,
musste sortieren und kombinieren,
Ortsgeschichte und Chronik studieren,
nie das Ziel aus den Augen verlieren.
Gespräche mit vielen Menschen führen,
längst vergessnen Anekdoten nachspüren,
mitunter da rauchten die Köpfe!
Doch diese wunderbaren Geschöpfe
hielten durch und konsequent
brachten zusammen das Werk sie zu End.
Es haben die Fünf in ersprießlichen Stunden
als harmonisches Team sich zusammengefunden,
ein gutes Tröpfchen war stets mit dabei,
weil für den Geist dies förderlich sei.
Ihr habt Eure Arbeit bestens gemeistert
und sicherlich viele sind davon begeistert,
wir alle wollen zum guten Gelingen
herzlichen Dank entgegen Euch bringen.


Vorwort des Redaktionsteams


- aus der Festschrift -

Das Redaktionsteam Herbert Hagenlocher, Fritz Braun, Roland Seybold, Günter Haußmann und Karin Bechler (v.li.),<br />aufgenommen bei einem Besuch des Sportgeschichtlichen Institus in Maulbronn
Das Redaktionsteam Herbert Hagenlocher, Fritz Braun, Roland Seybold, Günter Haußmann und Karin Bechler (v.li.),
aufgenommen bei einem Besuch des Sportgeschichtlichen Institus in Maulbronn

Viele Menschen leben nur in der Gegenwart und die Vergangenheit interessiert sie wenig. Alte Kamellen sind uninteressant. Andere wollen dagegen wissen, was war und woher wir kommen. Vielleicht kommt diese Neugier aber auch erst mit dem Alter. Wenn man sich dann - wie wir als Redaktionsteam der Sportvereinigung - intensiv mit der Geschichte beschäftigt, bekommt man immer mehr ein Gespür dafür, wie die Menschen gelebt und was sie gefühlt haben, und was sie bewegte, das zu tun, was sie taten. Auch kann die Gegenwart und das, was heute „läuft“, zunehmend besser eingeschätzt werden. Die obigen Erkenntnisse von Wilhelm von Humboldt bekommen Sinn.

Uns, dem Redaktionsteam, hat die teilweise doch sehr zeitintensive Arbeit auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, wenn in dieser Zeit auch so manches zu Hause liegen blieb. Das gute Klima bei den vielen Besprechungen lag sicher auch an der optimalen Zusammensetzung: Herbert, der Manager, Motivator und Organisator, Roland, der Sammler und Jäger vieler Informationen, Günter, der Kenner von Land, Leuten und der Historie der Gemeinde, Fritz, der die technischen Probleme löste, und Karina, die das weibliche Element in der Gruppe darstellte, und dazu natürlich auch das persönlich gute Verstehen. Ein übriges taten die stets ofenfrischen Brezeln und der gute einheimische Wein.

Wir haben schnell gesehen, dass viel mehr interessante Informationen aus der Vergangenheit vorliegen, als sie in einer Festschrift dargestellt werden können. Erfreulicherweise gibt es heute elektronische Medien, die kaum Begrenzungen bei der Speicher-Kapazität haben. So fassten wir schnell den Entschluss, alle interessanten Informationen zu sammeln, aufzubereiten und in einem elektronischen System zu präsentieren, auf welches alle Interessierten jederzeit zugreifen können, dem Internet. Trotzdem gibt es natürlich noch viele
Lücken.

Die Festschrift stellt also lediglich einen komprimierten Auszug aus den vielen Informationen dar, der natürlich an manchen Stellen auch etwas formal ist. Die Auswahl war subjektiv und hätte auch ganz anders getroffen werden können. Wer aber Interesse an weiteren Informationen hat, kann diese dann in der vorliegenden Internetversion suchen und finden. Es sind u.a. über 2500 Bilder aus allen Zeiten allen Abteilungen gespeichert. Irgendwo wird wahrscheinlich fast jeder sich oder Bekannte oder Verwandte finden.

Mit der Verteilung der Festschrift ist diese erheblich erweiterte elektronische Chronik öffentlich frei-geschaltet und kann von allen eingesehen werden. Das System wird dabei weiterleben, auch werden interessante Informationen und Bilder aus dem Jubiläumsjahr darin bereitgestellt. Ohne dieZuarbeit vieler Vereinsmitglieder und auch „neutraler“ Bürger hätten wir aber die Informationen nicht zusammenbekommen. Wir bedanken uns daher bei allen „Lieferanten“ ganz herzlich und möchten dazu motivieren, sofern interessante Objekte aus der Vergangenheit auftauchen, uns diese zu liefern. Ebenso fordern wir die Leser dazu auf, uns ohne Scheu darauf hinzuweisen, falls wir das eine oder andere falsch verstanden haben, oder wenn sie Informationen über sich, ihre Verwandten oder Vorfahren entfernt oder verändert haben möchten. In der Festschrift ist dies zwar nicht mehr zu berücksichtigen, aber die Internetversion besteht ja weiter und kann jederzeit verändert werden.

Warum feierte die Spvgg nicht 2007 ihr 100-jähriges Bestehen?

Schon in meiner Zeit als Vorstand war ich 1978 und 1983 mit der Frage konfrontiert, warum nicht 1907 als Basis für die Spvgg-Zeitrechnung verwendet wird. War es doch das Jahr der Gründung einer unserer beider Wurzeln, des Arbeiterturnvereins Rommelshausen. Und nach landläufiger Praxis nimmt man in solchen Fällen natürlich das frühere Jahr. Auch beim Württembergischen Landessportbund und dem Sportkreis wird das Jahr 1907 als
Gründungsjahr für die Spvgg Rommelshausen geführt.

Warum also hat man in der Spvgg das Jahr 1908, das Jahr der Gründung unserer zweiten Wurzel, des Kraftsportvereins Rommelshausen, gewählt. Meine damalige Frage haben Ältergediente mit dem lapidaren Hinweis beantwortet, das habe man immer schon so gemacht, und jetzt könne man aus dem Rhythmus nicht mehr ausbrechen. Befriedigend war die Antwort nicht, aber ich habe sie akzeptiert.

Die damals vorliegenden Dokumentationen der früheren Jubiläen gaben auch keine Antwort. Jetzt, 25 bzw. 30 Jahre später, trat die Frage natürlich wieder auf, und die Antwort war zunächst in etwa dieselbe.

Bei der Gestaltung dieser Chronik stießen wir nun auf die Festrede des damaligen Kraftsportvereins-Vorsitzenden Eugen Sommer zum 25-jährigen Jubiläum am 9. Juli 1933, also kurz vor dem „Zusammenschluss“, und hier scheint die Erklärung zu liegen:
Bei der Gründung des Turnvereines stellte sich die Frage, ob man sich als „Deutscher Turnverein“ (die sich auf „Turnvater Jahn“ bezogen und der „Deutschen Turnerschaft“ angehörten), oder „Arbeiterturnverein“, (deren Wurzeln in der Sozialdemokratie liegen), etablieren will. Die Abstimmung ging knapp für den „Arbeiterturnverein“ aus. In oben erwähnter Rede von Eugen Sommer wird nun gesagt, dass der „Kraftsportverein“ am 10. Juni eine Abteilung unter dem Dach des „Deutscher Turnvereines“ gründete, aber am 9. Juli noch das 25-jährige Jubiläum als „Kraftsportverein“ feierte. Der formelle zwangsweise Zusammenschluss durch die Nationalsozialisten zur „Sportvereinigung“ wurde also vorweggenommen, nachdem der Arbeiterturnverein bereits am 2. Juni die Auflösungsurkunde bekam
bzw. verboten wurde (nachdem Arbeitersportverbände und -vereine generell verboten wurden).

Nach ihrer zwangsweisen Auflösung durch die Nazi blieb also den Turnern des „Arbeiterturnvereins“ nur übrig, dem noch im selben Jahr zur „Sportvereinigung“ umfirmierten ehemaligen „Kraftsportverein“ beizutreten, wenn sie weiterhin turnen wollten. Das taten wohl nicht alle, denn einige Namen von Mitgliedern des Turnvereines tauchen danach in den Sport-Annalen nicht mehr auf.

Ein echter Zusammenschluss war es also nicht. Bei dieser Aktion erhielt das Selbstverständnis und die Tradition der Turner in Rommelshausen wohl einen erheblichen Knacks, von dem sich das Turnen in der Spvgg bis weit in die Neuzeit nicht ganz erholt hat. Noch in meiner Vorstandszeit kam dies bei älteren Mitgliedern immer wieder unterschwellig durch, und in manchen Fällen sind nie richtige Freundschaften zwischen ehemaligen Turnern und Kraftsportlern entstanden. Auf jeden Fall lebte eher die Tradition des Kraftsportvereines in der Spvgg weiter, woraus sich eben auch der Zeitrhythmus bis heute erklärt. Dazu kam, dass es 1948 bei der „Neugründung“ der Spvgg nach dem Krieg und der SKV-Zeit auch wieder passte, obwohl die damalige neue Satzung sich ausdrücklich auf die Rechtsnachfolge auch des Turnvereins beruft.

Es stellt sich die Frage, ob der Zeitrhythmus zu ändern ist. Ich denke nein. Auf keinen Fall darf aber der 1907 gegründete Arbeiterturnverein unterschlagen werden. So bleibt es halt eine Besonderheit der Spvgg.

Fritz Braun

© Spvgg Rommelshausen 2008 ADMIN top