100 Jahre Spvgg Rommelshausen
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Allgemeine Zeitgeschichte : Sport

Frühgeschichte des Sports

Auszüge aus "Sportchronik - 5000 Jahre Sportgeschichte"

Die älteste bekannte Darstellung eines Fußballspielers stammt aus China und ist ca. 4600 Jahre alt. Etwa vor 2800 Jahren kam das Fußballspiel nach Japan. Vor 2200 Jahren wurde Fußball in China Volkssport und es gibt darüber ein Lehrbuch mit 25 Kapiteln.

400 Ringerszenen zeigt eine etwa 4000 Jahre alte Grabinschrift aus Ägypten und wird damit zum "Ringer-Lehrbuch"

Ebenso wurde angeblich das Schachspiel um diese Zeit von der Frau des Königs von Ceylon erfunden.

Die erste Boxkampf-Darstellung stammt von den Sumerern stammt ebenfalls aus dieser Zeit.

Das Golfspiel wird ebenfalls in China vor etwa 3200 Jahren erfunden.

Auch das Boxen ohne Berührung, das Somo-Ringen der Kolosse und das Jiu Jitsu (Siegen durch Nachgeben) stammt aus dieser Zeit.

Die Olympischen Spiele sind erstmals ab 776 v.Chr. in Griechenland historisch nachweisbar. Das erste Olypiastadion der Geschichte aus dieser Zeit stand im Tal des Alpheios am Fuße des Hügels Kronos. Damals wurde neben den leichtathletischen Disziplinen Laufen, Speerwerfen, Diskusswerfen auch Ringen und Boxen (bis zum bitteren Ende) sowie Wagenrennen verschiedener Art betrieben. Für Regelverstoß gab es Peitschenhiebe, Frauen durften bei Todesstrafe nicht zuschauen, dafür hatten sie eigene olympische Spiele.

Ein dem Volleyball ähnliches Spiel namens Trigon (3 Spieler) war bei den römischen Frauen (damals schon mit Bikini)und älteren Herren um Christi Geburt beliebt.

verschiedene Ballspiele und Laufsport betrieben auch die Indianer schon vor etwa 1600 Jahren. Das größte Mannschaftsspiel aller Zeiten mit bis zu 1000 Teilnehmern führten dabei die Choktow aus.

Vor 1100 Jahren betrieben die Hawaiianer schon Wellensurfen.

Vor etwa 1000 Jahren kam das Schachspiel durch die Araber nach Mittel-Europa.

um 1300 war Fußball in England ein Violkssport, welcher so intensiv auf der Strasse betrieben wurde, dass der Bürgermeister von London das Spiel innerhalb der Stadt verbot, um den Frieden zu wahren.

Albrecht Dürer erstellte 1459 sein berühmtes Lehrbuch für Fechter und Ringer.

1502 enstand mit "Äneis" das erste gedruckte "Sportgeschichts-Buch". der deutsche Illustrator kannte die beschriebenen Sportarten aber nur vom Text des Virgil (70 bis 19 v. Chr.)und stellte sich bildlich teilweise völlig falsch dar.

Um 1530 wurde ein Vorläufer des Fußballs unter dem Namen Calcio bereits in Florenz gespielt.

1539 erscheint in in Venedig einKartenwerk mit der Darstellung von Wintersportarten in Skandinavien, die dort als Sport jedoch später vergessen und nur noch von Bauern, Hirten und Jägern angewandt wurden.

Mitte des 15. Jahrhundert kam in Paris ein Ballspiel mit Rackets auf (nachdem vorher mit flacher Hand gespielt wurde), das man als Ursprung des Tennis bezeichen kann.

Sport in der Neuzeit

Um 1608 wird in England der erste Golfklub gegründet

Venedig schreibt sich die Erfindung der Ruderregatten im 17. Jahrhundert zu. Vermutlich wurden aber schon sehr viel früher Bootswettbewerbe ausgetragen.

In London findet 1725 einer der ersten internationalen Boxkämpfe statt. In dieser Zeit endecken die britischen Gentlemen den Sport generell und machen ihn salonfähig.

Der Moralphilosoph Rosseau erinnert 1762 in seinen grundlegenden sozialkritischen Schriften an Olympia und empfiehlt Sport zur körperlichen Ertüchtigung für alle einzuführen, und leitet damit die "soziale" sportliche Bewegung der Neuzeit ein.

1811 "erfindet" Friedrich Ludwig Jahn das Turnen und richtet in Berlin den erstten Turnplatz ein. Der Saat misstraut jedoch der Turnbewegung.

Das erste Lehrbuch der Leichtathletik hat Walter Tom, ein Engländer aus Aberdeen, 1813 herausgegeben.

Die erste Weltmeisterschaft im Boxen fand am 10. Dezember 1810 in Essex statt. In England ist Boxen der Lieblinngssport der Aristokratie.

Am 17. Oktober 1810 wird die Vermählung des bayrischen Kronprinzen mit einem Pferderennen der Theresienwiese gefeiert. Damit ist das Oktoberfest geboren, wo Sport immer eine wichtige Rolle spielte. So erntet Turnlehrer Gruber 1835 grossen Beifall, als er "Festspiele im Geiste der Hellenen" ppropagiert, und damit bereits die olympischen Spiele der Neuzeit vorwegnimmt.

Lord Byron ist trotz eines gelähmten Beines ein vielseitiger Sportler, insbesondere im Schwimmen ist er sehr erfolgreich. Damit kann er als einer der ersten prominenten behinderten Sportler angesehen werden.

am 2. Januar 1820 verbietet Preußen das Turnen als staatsgefährdend.

am 18. Juli 1836 findet im Hamburg die erste Ruderregatta in Deutschlandnach britischem Vorbild statt. Der "Hamburger Beobachter" beklagt, dass die deutsche Jugend immer englicher wird.

1845 wird die Turnfreiheit eng mit der politischen Revolutuion verknüpft. Die Turnfeste werden mit strengen polizeilichen argwöhnisch überwacht.

am 24. Oktober 1857 gründen ehemalige Schüler des Internats von Harrow mit dem FC Sheffield den ersten Fußballclub.

1866 gründet J. G. Chambers in London den den ersten Leichtathletik-Club. Noch im selben Jahr findem die ersten britischen Meisterschafteb statt.

Informationen aus der "Multimedialen Präsentation 150 Jahre STB" des Schwäbischen Turnerbundes


Die Arbeiterturn- und Sportbewegung

Gegen Ende der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte die Arbeiterschaft zunehmend ein eigenes Klassenbewußtsein, das sich u.a. in der Schaffung eigener Organisationen niederschlug und letztlich dazu diente, die politische Emanzipation zu erreichen. Das Bürgertum fühlte sich von dem rasch erstarkenden Proletariat bedroht und versuchte, im Zusammenwirken mit der vorhandenen Machtelite, die Unmündigkeit der Arbeiter aufrecht zu erhalten. Als politische Vertretung der Arbeiter entstand 1863 die Sozialdemokratie. Da die Führung der 1868 gegründeten Deutschen Turnerschaft (DT) den monarchistischen Obrigkeitsstaat und das gegen die SPD erlassene Sozialistengesetz (1878 - 1890) unterstützte, wandten sich klassenbewusste Arbeiter von den DT-Vereinen ab, gründeten neue Vereine oder versuchten, in ihren Vereinen die Mehrheit zu erlangen.


So entstand 1893 der Arbeiter-Turnerbund (ATB) aus einer Protesthaltung der Arbeiterturner gegenüber dem wilhelminischen Staat und der immer reaktionärer werdenden DT. Der ATB befehdete nicht nur die DT, sondern auch alle anderen völkisch, patriotisch und nationalistisch ausgerichteten und sich der Fahne Schwarz-Weiß-Rot verbunden fühlenden Sportverbände. 1894 schloss sich der Turn-Klub Stuttgart als erster württembergischer Verein dem ATB an. Da die württembergische Arbeiterschaft vielfach traditionellen Vorstellungen verbunden blieb ("Arbeiterbauern"), das Königreich eine vergleichsweise liberale Kultur aufwies und kein Industriearbeiter-proletariat vorhanden war, entwickelten sich die Arbeitervereine nur langsam. [R. Fricke]

Der 4. Bundestag 1899 in Nürnberg brachte eine Abwandlung des Turnergrußes "Gut Heil" in "Frei Heil", und der 1907 in Stuttgart veranstaltete 8. Bundestag änderte als äußeres Merkmal der Distanzierung des ATB von der Deutschen Turnerschaft den Turnerwahlspruch
"Frisch - Fromm - Fröhlich - Frei" in
"Frisch - Frei - Stark - Treu" ab.


Gründung der Deutschen Turnerschaft

Nachdem die ersten Versuche von 1848, eine gesamtdeutsche Turnerorganisation zu gründen, wegen politischer Richtungskämpfe zwischen radikal-demokratischen und konservativen Turnern und wegen staatlicher Repressionen gegen nationale Bewegungen scheiterten, waren erst 1860 wieder die Rahmenbedingungen für ein solches Vorhaben gegeben. Die Idee eines Nationalstaates wurde allmählich auch auf höchster politischer Ebene aufgegriffen, und der engagierte schwäbische Verfechter der nationalen Einheit, Georgii, sah den Zeitpunkt für einen "Ruf zur Sammlung" der deutschen Turner gekommen. Gemeinsam mit seinem Mitstreiter Karl Kallenberg gelang es ihm, im liberalen Coburg ein erstes deutsches Turn- und Jugendfest zu initiieren und vorsichtig die Weichen für die Gründung der Deutschen Turnerschaft (DT) 1868 zu stellen. Georgii als zentrale Figur der "Sammlung" der DT wurde ihr 1. Vorsitzender. Ihr unrühmliches Ende fand die DT 1936 im Zuge der nationalsozialistischen "Gleichschaltung". Als Deutscher Turnerbund konnte sie nach ihrer Wiedergründung in Tübingen 1950 neu beginnen.

Informationen zu den Turn-Organisationen aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Deutsche Turnerschaft

Die Deutsche Turnerschaft (DT) war von 1868 bis 1936 der Dachverband der bürgerlichen Turnvereine in Deutschland.


Vorgeschichte

Die Turnbewegung, die sich auf den "Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn gründete, sah sich nie als nur sportliche Organisation, sondern hatte immer auch eine politisch-bürgerlich-nationale Komponente. So waren neben den Burschenschaften auch die Turnerschaften (vielfach gab es auch Personalunion) führend an der bürgerlichen Revolution von 1848 beteiligt. Der erste Turnplatz wurde von Jahn, der die Turnerei vor allem als "Leibeserziehung" sah, 1811 auf der Berliner Hasenheide erbaut. Bald folgten nach seinem Vorbild Turnplätze in anderen Städten Deutschlands und in der Folge auch Vereine, die dort einen regelmäßigen Betrieb organisierten, so z.B. der älteste noch existierende Sportverein der Welt, die Hamburger Turnerschaft von 1816.


Geschichte der DT

Die Deutsche Turnerschaft wurde 1868 von Theodor Georgii und Ferdinand Goetz als Zusammenschluss der Turnvereine in Deutschland und auch der deutschen Turnvereine im nahegelegenen Ausland (z.B. in Prag) gegründet. Georgii wurde erster Vorsitzender und Goetz, hauptberuflich Arzt in Lindenau bei Leipzig, ehrenamtlicher Geschäftsführer. Ab 1895 war Ferdinand Goetz bis zu seinem Tode 1915 Vorsitzender. Goetz war dabei ein strikter Gegner jeden Wettkampfgedankens, konnte sich damit aber auf Dauer in der DT nicht durchsetzen.

Die Arbeiterturnvereine, die sich nach Aufhebung des Sozialistengesetzes ab 1890 gründeten, traten der DT nicht bei, sondern gründeten 1893 den Arbeiter-Turnerbund (ATB). Diese Trennung war auch von der DT, die sich als rein bürgerlicher Verband empfand, gewollt. Goetz galt als einer der schärfsten Kritiker des Arbeitersports, dem er die notwendige sittliche und nationale Reife absprach.

1924 kam es auch zum Bruch der Deutschen Turnerschaft mit den anderen Sportspitzenverbänden: Auf ihrem Reichstreffen beschloss die DT die "reinliche Scheidung von Turnern und Sportlern", die damit begründet wurde, dass die übrigen Sportverbände (vor allem die Ballsportverbände) sich nicht auch als politische, sondern lediglich als sportspezifische Verbände verstanden. Politisch war dabei zwar nicht als parteipolitische Ausrichtung der DT verstanden worden, Turner gehörten allen politischen Parteien rechts der SPD an (Sozialdemokraten und Kommunisten waren im Arbeitersport organisiert), trotzdem kann die DT zumindest in ihrer Breite als eine Deutschnationale Organisation verstanden werden. Mit der "reinlichen Scheidung" mussten alle Turnvereine, die der DT angehörten, aus den übrigen Sportfachverbänden ausscheiden. Viele der bürgerlichen Turnvereine spalteten sich darauf hin, weil vor allem Fußballer, Handballer und Leichtathleten eigene Vereine gründeten.

1936 unterstellte sich die DT - wie alle Sportfachverbände - dem Reichsbund für Leibesübungen und löste sich auf.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde in Westdeutschland als Nachfolgeorganisation der DT der Deutsche Turner-Bund (DTB) gegründet, der auch dem Deutschen Sportbund (DSB) beitrat, so dass die "reinliche Scheidung" zwischen Turnern und Sportlern ein Ende hatte. Da auch die während des Nationalsozialismus verbotenen Arbeitersportvereine, soweit sie überhaupt als solche wiedergegründet wurden, nunmehr den "bürgerlichen" Fachverbänden beitraten, waren auch erstmals alle Turner unter einem Dach vereint.

In der DDR wurde der Deutsche Turnverband (DTV) als neue Spitzenorganisation des Turnens gegründet. Dieser trat nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten 1990 dem DTB bei.


Sportarten

Geräteturnen und Turnspiele [Bearbeiten]Hauptsportart der in der DT zusammengeschlossenen war das Geräteturnen, dazu kamen später die sogenannten "Turnspiele" wie Schlagball, Faustball, Prellball.


Andere Sportarten

In der Zeit der "reinlichen Scheidung" wurden unter der Obhut der DT auch andere Sportarten wettkampfmäßig betrieben, um denjenigen Sportlern, die in den Turnvereinen verblieben waren und sich somit von ihren Fachverbänden getrennt hatten, die Ausübung ihres Sports weiter zu ermöglichen. Diese spielten teilweise eigene Deutsche Meisterschaften aus.


Arbeiter-Turn- und Sportbund
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie


Der Arbeiter-Turn- und Sportbund (ATSB) war ein bis 1933 existierender deutscher Arbeitersportverband.

Als Gegenbewegung zur nationalistischen Deutschen Turnerschaft, die nur selten Arbeiter in ihren Reihen duldete, entstanden Ende des 19. Jahrhunderts im Deutschen Kaiserreich zahlreiche Arbeiterturnvereine. Als Zentralverband dieser Vereine wurde 1893 in Gera der Arbeiter-Turnerbund (ATB) gegründet, welcher sich 1919 nach dem Ersten Weltkrieg in Arbeiter-Turn- und Sportbund (ATSB) umbenannte, da seine Schwerpunkte zwischenzeitlich nicht mehr ausschließlich beim Turnen, sondern auch bei der Leichtathletik, beim Handball, beim Wintersport und vor allem beim Fußball lagen.

Für den Arbeiter-Turn- und Sportbund und seine Ende der 1920er Jahre rund 770.000 Aktiven standen der Breitensport und die Förderung des Klassenkampfes gegenüber sportlichem Erfolg, Rekordstreben oder Nationalismus im Vordergrund. Dennoch ermittelten die ca. 8.000 im Deutschen Reich spielenden Fußballmannschaften ebenso wie die anderen Vereine des ATSB jährlich ihre deutschlandweiten „Bundesmeister“. Im Sinne der „Verbrüderung der Arbeiterklasse“ und Völkerverständigung wurde das Deutsche Arbeiter-Turn- und Sportfest und die Arbeiter-Olympiade abgehalten.

Trotz seiner Popularität gelang des dem Arbeiter-Turn- und Sportbund nie, die Dominanz der bürgerlichen Sportvereine innerhalb der Arbeiterschaft zu durchbrechen.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde die der SPD nahestehende Sportvereinigung verboten. Sportplätze, Turnhallen und Vereinsheime der Arbeitersportvereine wurden enteignet.


Informationen zum Rundgewicht aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Kugelhantel

Eine Kugelhantel, oder „Kettlebell“ (engl.), früher auch „Rundgewicht“, ist ein Trainingsgerät für das freie Gewichtstraining. Sie besteht aus einer Kugel mit einem festen Griffbügel und hat einen Durchmesser von ca. 20 bis 30 Zentimetern. Die in guss- oder schmiedeeiserner Ausfertigung erhältliche Kugelhantel wird traditionell in Gewichtsgrößen von 16 kg, 24 kg und 32 kg hergestellt. Diese Gewichtsklassen gehen auf die russische Gewichtseinheit „Pud“ (16 kg) zurück. Die russische Bezeichnung für Kugelhantel ist Girya/pl. Giri.


Frühgeschichte

Die ersten Erwähnungen über diese "Kraftprotzerei" gehen auf frühe Zirkusgruppen der Indo-Europäer und Zentral-Asiaten zurück, die sich an der Grenze mit China Geld mit Vorstellungen verdienten (ca. 4000-3500 v.Chr.).

Man geht davon aus, dass diese Sportart sich aus den Vorstellungen und Wettkämpfen auf den Jahrmärkten und Festen (welche auch für die Rekrutierung gesunder und starker Kämpfer benutzt wurden) in Asien und Osteuropa entwickelt hat. Nach einem Verkaufstag haben sich gewöhnlich Hilfsarbeiter, Wächter und Verkäufer, die kurz davor im Verkauf tätig waren, ein wenig Geld dazu verdient, indem sie die ansässige Bevölkerung zum Kräftemessen aufforderten. Als Preisgeld winkten oft kleine Geschenke und/oder alkoholische Getränke (gewöhnlich ein Fass Bier oder Mjed). Für den Wettkampf (der Fairness zuliebe) wurden gewöhnlich Gewichte und Messeinheiten (auf Russisch Giri) benutzt, die man kurz zuvor im Laden fürs Wiegen bei Verkauf gebraucht hatte.

Später entstanden ganze Truppen von "Kraftmännern", die sich Geld mit unterschiedlichen akrobatischen Kunststücken, Wrestling ("Haurei" - eine Art früh-sportlicher Wettkampf, wo die Gegner sich gegenseitig einer nach dem anderen gehauen haben, bis nur der Gewinner stehen blieb), Ringen (nach mittelasiatischen und osteuropäischen Regeln) und natürlich "Kraftprotz"-wettkämpfen (spätere Sportdisziplin Gewichtheben) gemessen haben.

Nach dem Ende der napoleonischen Kriege und vor dem Anfang des Ersten Weltkriegs fanden regelmäßig nationale und internationale Wettkämpfe in verschiedenen Ländern statt, wobei sich mit der Zeit immer mehr die Abspaltung und Entstehung unterschiedlicher Sportarten aus den früheren "Kraftprotzwettkämpfen" abzeichnete.

Moderne Geschichte

In Deutschland ist die Kugelhantel als Trainingsgerät bei Kraftsportlern schon seit Ende des 19. Jahrhunderts bekannt. Unter anderem trainierte auch der deutsche Kraftsportler Arthur Saxon mit Kugelhanteln. In einigen deutschen Turnverbänden gab es Anfang des 20. Jahrhunderts außerdem so genannte „Rundgewichtsriegen“, in denen unter anderem mit den eisernen Kugeln jongliert wurde. Die genaue Herkunft von Kugelhanteln ist umstritten, fest steht aber, dass das Training mit ihnen insbesondere in Russland und der ehemaligen Sowjetunion eine lange Tradition hat. So benutzten unter anderem russische „Muskelmänner“ diese Geräte um in Zirkusvorstellungen ihr Publikum zu beeindrucken. Vor allem aber spielten und spielen Kugelhanteln im Militärsport eine große Rolle – russische Einheiten, besonders Spezialeinheiten wie die Speznas trainieren mit diesen Geräten. Auch in der Nationalen Volksarmee (NVA) der ehemaligen DDR gehörten Übungen mit der Kugelhantel zum Ertüchtigungsprogramm der Soldaten. Noch heute gibt es in Russland Wettbewerbe in denen verschiedene Übungen mit einer 32 kg. schweren Kugelhantel durchgeführt und von Punktrichtern bewertet werden.

In den USA ist es in zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu einem bis heute andauernden Boom dieses Trainingsgerätes gekommen. Dabei spielt das Marketing des ehemaligen Speznas–Trainers Pavel Tsatsouline eine entscheidende Rolle. Aufgegriffen wurde der Trend in den USA insbesondere von Kraft-, und Kampfsportlern und Elite- und Sondereinheiten des Militärs und der Polizei, sowie Mitarbeitern in der privaten Sicherheitsbranche.


Rundgewichtsriege ASV Botnang

Bereits früh feierten die Kraftsportler große Erfolge. Insbesondere im Umgang mit dem Rundgewicht waren sie sehr versiert. Dabei wird das 10kg schwere Sportgerät „nach vorgegebenen Kommandos, welche ein Werfen und Fangen des Rundgewichts vorschrieben, jongliert.“[2] So belegte 1912 die Rundgewichts-Musterriege bei den Deutschen Meisterschaften den 2. Platz, 1919 holte sie sogar den Titel, den sie 1920 verteidigten. Auch von 1923 bis 1925 gelang der Titelgewinn bei den deutschen Meisterschaften, der Erfolg wurde 1929 und 1931 wiederholt.


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