100 Jahre Spvgg Rommelshausen
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Der Gesamtverein : Sportvereinigung 1933-1944

Die Nazi-Zeit

NSDAP kommt mit Hitler an die Macht

politische Gegner werden ausgeschaltet

Arbeiter-Sportverbände und -Vereine werden verboten und aufgelöst, das Vermögen eingezogen

Das betrifft auch den Arbeiter-Turnverein Rommelshausen

Kriegsvorbereitungen

Ausrottungspolitik gegenüber missliebigen Gruppen, insbesondere Juden, Nichtsesshaften und Behinderten, aber auch politischen Gegnern

2. Weltkrieg mit Kriegsdienst für fast alle männlichen Bürger im Alter zwischen 16 und 60 und vielen Kriegstoten

Zwangsbewirtschaftung, die Wirtschaftslleistung muss weitgehend von Frauen und Zwangsarbbeitern aufgracht werden

1945 der totale Zusammenbruch

Das Umfeld


Die Sportvereinigung


neuer Text


Der Turnverein (TVR)


Der Kraftsportverein (KSVR)


Die "Gründung" Sportvereinigung



  • Verbot Arbeiterturnvereine

  • Gründung Turnabteilung im KVR

  • Umbenennung KVR in Sportvereinigung

  • Gründung Fußballabteilung

  • Sport im Nationalsozialismus

  • Sport im Krieg

  • Es gibt nur wenige Dokumente, über den Vereinssport im Krieg. Eine kleine Notiz in der Waiblinger Zeitung v0m 15.6.1940 gibt aber Aufschluss darüber, dass neben den klassischen Sportarten auch bisher in den Chroniken unerwähnte Sportarten betrieben Wurden:

    Faustball
    Korbball

    und zwar von Männern und Frauen.

    Vermutlich lief das innerhalb der Turnabteilung. Eigene Abteilungen werden nicht bestanden haben.

    Zeitungsnotiz vom 15.6.1940
    Zeitungsnotiz vom 15.6.1940

Alte Chroniken


Auszug aus der Chronik von 1973:

Die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten im Jahre 1933 brachte auch für den Turnverein und den Kraftsportverein einschneidende Veränderungen. Zunächst wurden auf höheren Befehl im ganzen Deutschen Reich sämtliche Arbeitervereine aufgelöst und deren Vermögen beschlagnahmt. Der Turnverein musste auch seine Halle samt Vermögen abtreten. Die Gräte fanden später in der neuen Halle wieder Verwendung, die Fahne blieb verschwunden. Auf den 6. November 1933 wurden von der Ortsgruppe der NSDAP die beiden Ausschüsse in das Nebenzimmer des Gasthauses Zum Ochsen eingeladen. Den Anwesenden wurde mitgeteilt, dass auch der Kraftsportverein aufgelöst werden müsse. An die Stelle beider Vereine trat dann die Sportvereinigung.

1. Vorsitzender wurde der bisherige Vorstand des Kraftsportvereins Eugen Sommer,
2. Vorsitzender Emil Mutschler,
Leiter der Turnabteilung August Ilg,
Leiter der Kraftsportabteilung Fritz Bubeck.

Die Verantwortlichen sowie alle Anwesenden waren sich in dieser Sitzung einig, dass die Turnhalle fehl am Platze war. Ein gewisser Lärm war nicht zu vermeiden, und das passte nicht in ein Wohngebiet. Das erste Ziel des neuen Vereins war es, alles zu versuchen, um zu einem Sportplatz und einer neuen Übungshalle zu kommen. Was bis dahin nicht gelingen wollte, wurde schnell Wirklichkeit. Der Verein erhielt einen Sportplatz und eine neue Übungshalle. In der Vereinsleitung gab es bald eine Änderung. Eugen Sommer, der wegen Arbeitsüberlastung um Entbindung (von seinem Amt) bat, wurde zum Ehrenvorstand gewählt und Fritz Bubeck zum Vorstand. Das Gelände, auf dem auch heute noch der Sportplatz (Hartplatz) angelegt ist, wurde von der Gemeinde von der Hofkammer in Pacht genommen. Gemeinsam mit Spaten und Schaufeln legten die Formationen mit der Sportvereinigung den Platz an. Gleichzeitig rissen die Handwerker die alte Kelter nieder, und nach den Plänen von Architekt Hans Muth wurde eine schöne und helle und dabei zweckmäßige Übungshalle mit Nebenräumen aufgebaut. Im Jahre 1936 wurde die Halle ihrer Bestimmung übergeben. Mit freudiger Dankbarkeit übernahm der Verein Halle und Sportplatz. Die Freude sollte aber nicht ungetrübt sein. Dem Verein fehlte die Jugend. Sie wurde von Partei und Wehrmacht in Anspruch genommen.


000241- Die alte Sporthalle bei der Kelter (HJ-Heim), 1944 abgebrannt
000241- Die alte Sporthalle bei der Kelter (HJ-Heim), 1944 abgebrannt

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