100 Jahre Spvgg Rommelshausen
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Der Gesamtverein : Sportvereinigung 1998

Vorstand, Ausschuss

1. Vorsitzender: Otto Förstner

Otto Förstner
Otto Förstner


besondere Ereignisse

90-jähriges Jubiläum der SpVgg

Einige Bilder aus der Zeit

Eine Bildersammlung vom 90-jährigen Jubiläum finden Sie hier

90 Jahre Sportvereinigung Rommelshausen


Dia-Vortrag von Günter Haußmann und Hans Bezler beim Festbankett am 16. Juli 1998

Ausführungen von Günter Haußmann

Dia 1 ( Fahne, fehlt noch)

Sehr verehrte Festgäste,

Auch ich darf Sie heute Abend sehr herzlich begrüßen. Um die Chronik der Sportvereinigung, also 90 Jahre lebendig und anschaulich werden zu lassen, haben wir eine Diaschau vorbereitet, die viele Erinnerungen wach werden lässt und uns manche Ereignisse ins Gedächtnis zurückruft. Ein wahrhaft schwieriges Unterfangen in einer knapp bemessenen Zeit 90 Jahre Vereinsgeschichte darzustellen. Wir mussten uns bei der Auswahl der Bilder große Beschränkungen auferlegen.

Es ist ganz unmöglich, alle sportlichen Ereignisse darzustellen und alle erfolgreichen Sportler zu nennen. Unsere Absicht ist es, die Vergangenheit des Vereins lebendig werden zu lassen und erlebbar zu machen. Man muß es fühlen: Es ist unser Verein, wir gehören zu ihm, wir sind eine große Vereinsfamilie, für die wir unser Bestes tun wollen und für die wir uns engagieren. Sport ist doch etwas schönes und wenn noch eine gute Kameradschaft dazukommt, ist dies unersetzlich!

Lassen Sie mich jetzt gleich eine wichtige Bemerkung einflechten. Sowohl im Verein wie auch in jeder Abteilung sollte es einen Chronisten geben ( bei einigen Abteilungen gibt es so etwas ähnliches bereits schon! ), der oder die Bilder sammelt und besondere Ereignisse schriftlich festhält. Denn vieles an Bildern und Ereignissen geht schon so langsam verloren! Allen, die uns geholfen haben mit Bildern, Beiträgen und Texten und mit Rat und Tat danken wir sehr herzlich !

Nun aber endgültig zu den Dias.
Auf dem 1. Dia sehen wir die schöne Fahne des Vereins, die uns über viele Jahre hinweg begleitet hat. Sie soll noch lange unser Wegbegleiter sein.

Rommelshausen um die Jahrhundertwende


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Bild von Rommelshausen 1900

So hat Rommelshausen damals ausgesehen. Um die Jahrhundertwende gab es viele landwirtschaftliche Betriebe und nur wenige gut ausgebaute Straßen. Ich will kurz darstellen, was so um die Jahrhundertwende herum in Rommelshausen alles geschehen ist und da ist viel geschehen!

1891 bekommt Rommelshausen an der Remstal- Eisenbahn eine eigene Haltestelle.
1901 hat der Gemeinderat die Einrichtung einer Wasserleitung abgelehnt, weil noch viele
Brunnen vorhanden sind.
1905 wurden 1600 Einwohner gezählt.
1906 verlegte die Firma Rüsch ihren Sitz von Bad Cannstatt nach Rommelshausen.
1907 wurde dann endgültig mit dem Ausbau der Wasserleitung begonnen und ebenfalls
1907 wurde eine eigenständige Postagentur eröffnet.
1908 gab es insgesamt 10 Telefonanschlüsse.

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Rom 1910; 1910 wurde das elektrische Licht eingeführt

Für damalige Verhältnisse waren dies ungeahnte technische Fortschritte. Pfarrer Müller erkannte den Strukturwandel klar, als er 1908 in die Urkunde im Turmknopf der Kirche schrieb: „ Unsere Gemeinde wird- dem Strom der Zeit folgend- aus einer ackerbautreibenden mehr und mehr zu einer industriellen, da in der Nähe lohnende Arbeit gefunden wird.“

Die Menschen waren meist recht arm, dafür war das Leben nicht so hektisch. Aber sie mussten schwer arbeiten und sich plagen, ein Arbeitstag dauerte 10, 12 oder gar 14 Stunden und dies von Montag bis Samstag bei oft schlechter Bezahlung.

Gründung des Turnvereins und des Kraftsportvereins

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Gruppenbild vom TV

Der Turnverein wurde 1907 und der Kraftsportverein 1908 gegründet, es sind die sportlichen Zwillingsvereine in Rommelshausen, aus denen 1933 die Sportvereinigung gebildet wurde. Aber die beiden Vereine waren sich über viele Jahre hinweg gar nicht grün, weil sie politisch völlig andere Ideen vertraten.

Wie kam es zur Gründung der beiden Vereine. Können wir heute ermessen, was sich unsere Vorfahren und die für die Vereine verantwortlichen Männer und Frauen auf sich genommen und geleistet haben. Es war ihr Lebenswerk, es war ein Stück ihres Lebens. Wie bescheiden waren die Anfänge, wie bescheiden die Mittel, wie einfach das sportliche Training, wie klein die Wettkampfstätten. Daher sollten wir heute um so mehr schätzen, welche sportlichen Anlagen, welche Mittel und Sportgeräte uns allen zur Verfügung stehen.

3 Gründe führten wohl zur Gründung der Vereine:

1.Schon vor der Jahrhundertwende war eine große Turnbewegung in Gang gekommen. Ein
Trend, der sich durchsetzte. Man erkannte, wie ausgleichend und wie gesundheitsfördernd der Sport ist und dass ein gesunder Geist einen gesunden Körper braucht. Gemeinschaftsgeist und Opferbereitschaft waren hehre Ziele.

2.Man erkannte, wie einseitig die tägliche Arbeit in der Fabrik oder sonst wo war.
Leibeserziehung, wie es damals hieß, war ein Bereich der Bildung und Erziehung.
Durch Körperliche Ertüchtigung, Bewegung, Spiel und Sport wollte man zu einer
Sinnvollen Freizeitgestaltung und zu freier Entwicklung der Leistungsfähigkeit
Beitragen.

3.Es waren hauptsächlich junge Menschen, die neben dem Sport auch Kameradschaft,
Geselligkeit und Unterhaltung suchten.

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Kraftsportverein 1930

Versetzen wir uns noch einmal in jene Jahre, in der die beiden Vereine gegründet wurden. Das Deutsche Reich war gerade 1871 gegründet worden mit einem Kaiser an der Spitze, nämlich Wilhelm I., König von Preußen. Die Kaiserzeit begann, Bismarck wurde Reichskanzler. Mitte des 19.Jahrhunderts, also vor 140 bis 150 Jahren ( solange ist das also noch gar nicht her ) begann das Industriezeitalter mit großen Veränderungen. 1869 wurde die Sozialdemokratische Arbeiterpartei gegründet, um die Arbeiter zu vertreten, die damals so gut wie keine Rechte hatten. Sie wurden mehr oder weniger ausgebeutet. Und schließlich ist Friedrich Ludwig Jahn ( Turnvater Jahn ) zu erwähnen, der die deutsche Turnbewegung begründete.

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ging die Entwicklung weiter, aber sie spaltete sich. Die Turnbewegung wurde miteinbezogen in die politischen und ideologischen Auseinandersetzungen der damaligen Zeit. Als untrennbarer Bestandteil der kraftvoll, zielbewusst und gut organisierten deutschen Arbeiterbewegung entstand die Deutsche Arbeiter- Turn- und Sportbewegung. Die rasch voranschreitende Industrialisierung begünstigte die se Entwicklung sehr. Im Gegensatz dazu standen die bürgerlichen- demokratischen Kräfte, deren Interessen mehr dem preußisch- deutschen Staat ausgerichtet waren. 1868 wurde in Weimar die Deutsche Turnerschaft gegründet.
Die Auseinandersetzungen zwischen der Deutschen Turnerschaft und dem Arbeiter- Turnerbund dauerten lange; nach dem 1. Weltkrieg ging es weiter und dauerte bis in die 30er Jahre hinein. Rommelshausen blieb von den Auseinandersetzungen nicht verschont. Es gab viele Probleme, die oft die Familien trennte und entzweite. So war es damals, als der Turnverein und der Kraftsportverein gegründet wurden.


Turnverein 1907 bis 1933

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Die Vereinsvorsitzenden


Nun zum Turnverein, dessen Geburt recht schwierig war. Es wurden 3 Versammlungen benötigt, Mitte des Jahres 1907 war es dann soweit. Im Protokoll heißt es ganz nüchtern:
„ Mit der 3. Versammlung sollte unter beiden Parteien ein Turnverein gegründet werden: Mitglieder waren versammelt 33 an der Zahl.“ 19 Personen entschieden sich für den Arbeiterturnverein und 14 Stimmen wurden für einen Deutschen Turnverein abgegeben.

Nachdem das Kind geboren war, ging es unverzüglich an die Arbeit. Der Vereinsvorstand wurde gebildet: 1. Vorsitzender: Gottlob Epple, 2.Vorsitzender: Fritz Bubeck, Turnwart: Wilhelm Schaal, Kassier: Wilhelm Haller, Schriftführer: Christian Lederer, Beisitzer Gotthilf Bubeck.

Der Turnbetrieb wurde fast sofort aufgenommen. Im Gasthaus Hirsch war das Vereins- und Übungslokal. Fast jeden Monat wurde für alle Mitglieder eine Versammlung und meistens im Jahr 2 Generalversammlungen abgehalten, manchmal auch 3. Bei der Monatsversammlung am 2.5.1908 wurde folgendes beschlossen:
„ Der Turnplatz ist bei Frau Epple auf der Reute. Eine Turnfahrt ( tatsächlich wurde aber alles zu Fuß marschiert ) wurde auf Sonntag, den 10.Mai festgesetzt. Abmarsch präzis ½ 6 Uhr am Lindle beim Lamm über Beinstein, Kleinheppach, Buoch, Steinreinach, Korb, Waiblingen, Rommelshausen.“ Weiter heißt es im Protokoll: „ Vereinsdiener Theodor Mangold erhält jährlich 10 Mark Gehalt, hat aber für alle Vereinssachen zu sorgen.“

Jede Monats- oder Generalversammlung begann übrigens damit, die Beiträge einzuziehen
( natürlich in bar ) und über Neuaufnahmen von Mitgliedern zu beschließen und nicht jeder wurde in den Verein aufgenommen!

Das 1. Sommer- bzw. damals hieß es Stiftungsfest fand am 12.Juli 1908 im „ Langen Garten“ statt. Festwirt war der Hirschwirt, Wilhelm Lidle. Große Attraktion war die Schiffsschaukel, die Schießbude und das Glücksrad. Der Turnverein war außerordentlichaktiv. Obwohl der Turnbetrieb im Saalbau zum Hirsch stattfinden konnte, war dies jedoch kein befriedigender Zustand, weil der Sal nicht immer zur Verfügung stand. So entschloß sich der Verein, einen Platz zur Erstellung einer Turnhalle zu erwerben. Bereits im Januar 1910 erwarb der Verein einen 4,41Ar großen Platz hinter dem früheren Gemeindeturnplatz ( beim Seeplatz ) zum Preis von 1 Mark pro qm.
Bereits im Juni des gleichen Jahres wurde die Turnhalle eingeweiht. Das Geld brachte der Verein aus dem Verkauf von Gutscheinen und durch Spenden auf. Die Gemeinde gab einen Zuschuß von 1.100 Mark. Das gab Auftrieb und Aufschwung für den Turnbetrieb, die Vereinsmusterriegen konnten bei Kreis- und Bezirksturnfesten ganz beachtliche Erfolge erzielen.

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Einladung und Programm

Höhepunkte im Vereinsleben waren entweder die Frühjahrs- Herbst oder Weihnachtsfeiern. Meistens begannen diese Veranstaltungen gegen 15 Uhr und endeten gegen 23 oder 24 Uhr.

Dia 9 ( Die Theatergruppe im Jahr 1933 in Aktion –TV 10- )
1913 wurde von den musikbegeisterten Turnern ein Trommler- und Pfeifenkorps aufgestellt, ein Jahr später erhielt der Verein eine Standarte. Von einer Monatsversammlung im März 1914 wurde folgendes berichtet: „ Hermann Stoll tischte das von ihm versprochene Faß Bier auf, welches in aller Gemütlichkeit seines Inhalts beraubt wurde. Im Jahre 1914 hat der Verein 69 Mitglieder.“

Dann kam 1914 der 1. Weltkrieg.

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Feldpostpakete an die Front mit folgendem Inhalt...

Viele Turner mussten Militärdienst leisten. Der Verein hielt eine ao. Versammlung ab. Bedrückende und zu Herzen gehende Zeilen wurden im Protokoll niedergeschrieben. Junge Mitglieder hielten den Verein so gut es ging aufrecht. Aber viele Turner sind nicht mehr zurückgekommen.

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Gefallene des 1.Weltkriegs

Die Nachkriegsjahre brachten dem Turnverein einen Aufschwung wie nie zuvor. 1920 hatte er 155 Mitglieder. 1921 wurde eine Damenriege gegründet. Von der damaligen Versammlung heißt es: „ Die Gründung einer Damenriege wurde durch Abstimmung vollzogen. Die Abstimmung ergab 15 für und 9 gegen die Gründung, somit war die Sache erledigt.“

Durch die große Arbeitslosigkeit wanderten viele aktive Turner ins Ausland. Einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte bildete die Fahnenweihe im Mai 1924. In einer Versammlung 1929 wird festgestellt und beklagt, dem Turnen werde kein Interesse mehr entgegengebracht. Zur Abhilfe wird vorgeschlagen, einige neuzeitliche Geräte, wie z.B. Medizinbälle, anzuschaffen.

Interview mit Erwin Kurz

1. Frage:
Welche Erinnerungen haben Sie noch an den Turnverein, der bis 1933 bestand ?

2.Frage:
Auch nach dem 2. Weltkrieg wurde geturnt, obwohl sich viel veränderte. Sie waren doch eine Zeit lang Jugendleiter. Was wurde das alles gemacht und unternommen ?


Eine große Sache war das 25-jährige Jubiläum im Jahre 1932. Dann kam das Ende des Turnvereins. Am 24. Juni 1933 wurde dem damaligen Vorstand Eugen Schneider die Auflösungsurkunde übermittelt.

Der Kraftsportverein -1908 bis 1933-

Ausführungen von Hans Bezler

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Aus Rede zum 25-jährigen Jubuläum des KVR 1933

„ Der Kraftsportverein Rommelshausen wurde gegründet am Kirchweihsonntag des Jahres 1908. Nachdem im Jahre 1907 ein freier Arbeiterturnverein gegründet worden war, haben sich nachstehende Sportkollegen zusammengeschlossen, um am hießigen Platze einen Verein zu gründen, der sich zur Aufgabe gemacht hat, den Deutschen Athletik- Sport zu pflegen und die infrage kommenden Leibesübungen in diesem Verein einzuführen.....In der am 2. November 1908 stattgefundenen Gründungsversammlung wurden in den Ausschuß folgende Herren gewählt: Christian Maile ( 1. Vorsitzender und Übungswart), Karl Dalaker (2.Vorsitzender ), Gottlob Maile ( Kassier ), Paul Dalaker ( Schriftführer) und Wilhelm Hurlebaus ( Beisitzer). Ferner wurden in dieser Versammlung die Statuten festgelegt und das Vereinsschiff konnte vom Ufer stoßen.“
So schilderte der Chronist beim 25-jährigen Jubiläum die Vereinsgründung.

Die jungen Männer waren bereit, sich gegen die damalige allgemeine Auffassung der Bevölkerung zu stellen: Net Sport treiba, schaffa, schaffa ond nomol schaffe. Für sie galt: Wer seinen Körper stählt, pflegt seine Seele. Sie waren überzeugt von den Grundsätzen des Kraftsports, „ kühn, kernig, kraftvoll, kunstvoll“, der im Gegensatz zu „ frisch, fromm, fröhlich, frei“ der Turner, die Steigerung der körperlichen Fähigkeiten durch eisernen Willen und Selbstdisziplin forderte.
Der Verein hatte weder Übungsstätte noch Übungsgeräte. Es ist bekannt, dass eine Ringermatte, eine Hantel und acht Gewichte für die Rundgewichtsriege beschafft wurden, aber nicht wie und mit welchen Mitteln sie beschafft wurden. Über die Übungsstätte wird berichtet: „ Die ersten Übungsabende fanden im Stall des Gasthofs Zum Adler bei einer Beleuchtung mit einer trüben Kohlenfadenlampe statt. Mit großer Begeisterung wurde geübt, das Verhältnis der aktiven zu den passiven Mitgliedern war 10: 1“.

Bereits im Sommer 1909 nahmen die Athleten des Kraftsportvereins an Sportfesten teil. Bei der Kreisbannerweihe in Stuttgart im Jahr 1910 trat die Rundgewichtsriege zum erstenmal an und belegte einen überraschenden 8.Platz. das älteste Riegenmitglied war Christian Maile, er war 19 Jahre alt.
Der Verein war auf sich selbst gestellt und es war selbstverständlich, in jeder Hinsicht Opfer zu bringen, die wir bei unseren heutigen Lebensgewohnheiten nur erahnen können.

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Die KVR-Vorsitzenden

Dem rührigen Verein wurde 1911 vom Gau Rems die Ausrichtung des Gaufestes übertragen. Die Veranstaltung wurde eine machtvolle Demonstration für den Kampfsport und brachte Rommelshausen in den Vordergrund. In gleichen Jahr wurde Christian Maile zum Militär eingezogen.
Die zunehmende Zahl sportwilliger Römer brachte große Probleme wegen fehlender Sportkampfstätten. Ab August 1913 durfte der Kraftsportverein die Halle des Turnvereins am See gegen „ Ausleihung eines Darlehens im Betrage von RM 300,-- an den Turnverein“ mitbenutzen.
Im Sommer 1914 sollte ein Sommerfest stattfinden, doch verhinderte der Ausbruch des 1.Weltkriegs am 1. August das Vorhaben. Die meisten Mitglieder des Vereins mussten zum Heer, weshalb der Sportbetrieb nicht mehr aufrechterhalten werden konnte.
14 Mitglieder kehrten von der Front nicht mehr zurück.

In der ersten Versammlung nach dem Krieg, am 23. Februar 1919 wählten die Mitglieder Christian Maile zum ersten und Karl Hurlebaus zum 2.Vorsitzenden und bereits im Juni konnte mit dem Turnverein ein gemeinsames Sommerfest veranstaltet werden. 1920 nahm Karl Lederer die Geschicke des Vereins in die Hand. Mit zähem Fleiß, eiserner Energie und harter Arbeit trieb er den Wiederaufbau des Vereins voran. Die Versammlung ernannte Ehrenmitglieder, darunter auch den „ Gönner“ Willy Rüsch. Nach langen zähen Verhandlungen mit der Gemeinde wurde dem Kraftsportverein die alte Kelter als Übungsstätte überlassen und zweckentsprechend ausgebaut.

Am 12. September 1920 fand die größte sportliche Veranstaltung des Vereins statt: Der Kreisjugendtag mit über 1000 Sportlern. Die Musterriege feierte wieder Erfolge

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Ligamannschaft 1923

und die Ringermannschaft kämpfte sich ab 1923 bis zur 1. Liga durch. 1929 hatte der Verein große Mühe das Gaufest auszurichten, da kein Sportplatz zur Verfügung stand. Mit den Aufführungen „ Andreas Hofer“ und Schillers „ Räuber“ bewies der Verein, dass er auch auf dem geistig kulturellen Gebiet höhere Anforderungen erfüllen konnte.

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Musterriege mit Fritz Bubeck

Fritz Bubeck übernahm die Führung der Musterriege, die zeitweise 24 Mann umfasste und führte sie von Erfolg zu Erfolg. Höhepunkt war die Deutsche Meisterschaft 1931 in Karlsruhe.

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Deutsche Meisterschaft 1931


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Festzug 1933 - 25 Jahre KVR

Aus der Festrede zum 25. Jubiläum des Vereins am 10. Juli 1933, die wahrscheinlich vom damaligen Vorsitzenden Eugen Sommer stammt, zitiere ich:

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Festrede 1933 - 25 Jahre KVR


„ Wir haben das Erbe übernommen, zu dem unsere Gründer vor 25 Jahren den Grundstein gelegt haben und würdig verwaltet und den Kraftsportverein auf eine Höhe gebracht, von der wir uns niemals mehr verdrängen lassen werden.“
„ Große Aufgaben warten unser in der Zukunft durch den überwältigenden Sieg der nationalen Regierung und die Machtübernahme unseres Führers Adolf Hitler und der damit verbundenen Gleichschaltung des deutschen Sports sind auch für unseren Verein neue Richtlinien geschaffen worden. Diesen Verhältnissen haben wir Rechnung zu tragen, indem wir in einer außerordentlichen Generalversammlung am 10. Juni 1933 beschlossen haben, unserem Verein eine deutsche Turnabteilung anzugliedern.“
„ Ihr aber zeigt als geschlossenes Ganzes, dass es uns ernst ist, um unseren Sport. Stellt Euch hinter euere Führer und die Vereinsleitung und zeigt im täglichen Leben und in der Öffentlichkeit, dass ihr wahre Sportsleute seid und dass es uns ernst ist um unsere Vereinssache, so wird auch unser Verein fernerhin blühen, wachsen und gedeihen.“


Nach der Machtergreifung wurden alle Arbeitersportvereine, darunter auch der Turnverein Rommelshausen aufgelöst. Der Kraftsportverein wollte den Turnverein als Abteilung übernehmen. Doch am 6. November 1933 wurde auch der Kraftsportverein von der NDSAP-Ortsgruppe aufgelöst.

Festzug 1935 in Schwäbisch Gmünd
Festzug 1935 in Schwäbisch Gmünd

Sportvereinigung 1933 bis 1945

Ausführungen von Günter Haußmann

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Rommelshausen in den 50er Jahren

Leider fehlen die Protokolle von 1933 bis 1948, vermutlich sind sie verbrannt. Dies ist sehr bedauerlich, weil Protokolle und Niederschriften das Vereinsleben gut widerspiegeln. Dennoch sind viele Einzelheiten bekannt.
Das Jahr 1933 wird dem Turnverein und dem Kraftsportverein unvergessen bleiben. Im ganzen Deutschen Reich wurden zunächst sämtliche Arbeiter- Turnvereine aufgelöst und schließlich auch die anderen Vereine, so natürlich auch der Kraftsportverein.

An ihre Stelle trat die Sportvereinigung. 1.Vorsitzender war Eugen Sommer, Leiter der Turnabteilung August Ilg und Leiter der Kraftsportabteilung Fritz Bubeck. Fritz Bubeck wurde später Vereinsvorsitzender, 1938 übernahm diesen Posten Gotthilf Lieb.

Das 1. Ziel war es, alles zu versuchen, um zu einem Sportplatz und einer neuen Übungshalle zu kommen, nachdem die alte Turnhalle sehr ungünstig mitten im Wohngebiet lag. Anstelle der Turnhalle am See, die beschlagnahmt worden war, im übrigen auch nicht mehr den Erfordernissen entsprach, baute die Gemeinde nach den Plänen von Architekt Hans Muth neben der Kelter eine neue Übungshalle, die 1936 ihrer Bestimmung übergeben werden konnte. Gleichzeitig hatte die Gemeinde von der Württ. Hofkammer ein größeres Gelände für einen Sportplatz gepachtet, der von den Sportlern in Gemeinschaftsarbeit angelegt wurde. Es handelt sich um den Hartplatz an der Kelterstraße.

Besonders erwähnt werden muß die Rundgewichtsriege, die Vorbildliches leistete. Erstmals wurde sie- wie schon gehört- 1931 in Karlsruhe, dann 1935 in Ludwigshafen, 1937 in ossweil und 1938 in Breslau Deutscher Meister. Das waren doch großartige sportliche Erfolge, auf die wir heute noch stolz sind!

Der 2. Weltkrieg brach herein, die meisten aktiven Sportler mussten einrücken und so erlahmte zum großen Teil der Sportbetrieb. 45 Mitglieder kehrten aus dem Krieg nicht mehr zurück. In der Nacht vom 2. zum 3. März 1944 wurde die neue Sporthalle das Opfer eines schweren Fliegerangriffs, sie brannte ab. Dann kam der totale politische Zusammenbruch. Der Verein stand vor dem Nichts!!


Eine neue Zeit bricht an:

Der Kultur- und Sportverein 1945-1947


Kein Text vorhanden.

Die wieder selbständige Sportvereinigung ab 1947 bis heute

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Bau der neuen Sporthalle

Aber das schwer angeschlagene Vereinsschifflein ging nicht unter. Zunächst wurde im November 1945 unter dem Vorsitz von Hermann Pfleiderer der Kultur- und Sportverein ins Leben gerufen, dem der Gesang- und der Musikverein sowie die Sportvereinigung angehörten. Dies war einer der allerersten Vereine im damaligen Kreis Waiblingen, die nach dem Krieg entstanden.
1947 löste sich dieser Vereinszusammenschluß wieder auf und die Vereine wurden mit ihren alten Namen wieder selbständig. August Ilg wurde in dieser schweren Zeit Vorsitzender der Sportvereinigung und nahm mit einem kleinen Häuflein den Sportbetrieb wieder auf.

Es fehlte- wie üblich und heute schon oft gehört- an einem geeigneten Übungsraum, die Turnhalle war ja abgebrannt und es fehlte an Geräten. Die Gemeinde selbst hatte damals keine Mittel, um wieder eine neue Halle erstellen zu können. Man griff daher zur Selbsthilfe. Vorhanden waren 6000 DM, die die Sportvereinigung als Entschädigung für die alte beschlagnahmte Halle erhielt. Mit viel Optimismus und Unternehmensgeist ging man in eigener Regie daran, auf dem von der Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellten Platz eine neue Halle mit 12 auf 24m zu erstellen. Ein Jahr später folgte das Wirtschaftsgebäude mit den entsprechenden Nebenräumen.

Die Pläne zu diesem Hallenbau erarbeitete Vereinsmitglied Paul Kärcher. Die Hallenkonstruktion mit 8 großen Holzbindern war damals etwas völlig Neues. Die Halle wurde bewundert. Weit und breit gab es keine solche Halle, die von einem Verein erstellt wurde. Darauf darf der Verein noch heute stolz sein. ( Wir sehen gleich noch ein Dia von der neuen Halle.)

Viele Mitglieder arbeiteten mit. Es kam Harmonie in den Verein, der Zusammenhalt war groß. Man hatte ein gemeinsames Ziel vor Augen. Es dauerte nämlich lange, bis die beiden ehemaligen Vereine ( Turnverein und Kraftsportverein ) sich zusammenfanden. Vom Richtfest für die neue Halle, das am 21. Mai 1949 stattfand, will ich folgendes aus dem Protokoll zitieren: „ Um 18.30 Uhr trafen sich die Vereinsmitglieder vor dem Gasthof Hirsch. Der Musikverein hatte sich ebenfalls eingefunden und so ging es im Marschschritt mit Musik zum Sportplatz. Am 3. und 4. September 1949 wurde dann die Sporthalle eingeweiht, verbunden mit vielen festlichen und sportlichen Veranstaltungen.“

In einer Monatsversammlung am 10. November 1951 wird folgendes erwähnt: „ Da die Einladungen zur Versammlung zu spät herausgegeben wurden, soll in Zukunft jede Versammlung ausgeschellt werden. Das Flaschenbier kostet in der Sporthalle nicht mehr
55 Pfg., sondern 60 Pfg.“


Seniorenabteilung:

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Protokoll der Gründung der Senioren-Abteilung

Zur Gründung der Seniorenabteilung möchte ich folgendes ausführen:
August Ilg, der damalige Vorsitzende, lud am 2. Oktober 1960 die älteren Mitglieder des Vereins zu einer Besprechung ein. Zuerst dachte man an eine Freud- und Leidkasse, aber man wollte ganz bewusst eine richtige Abteilung für die älteren Vereinsmitglieder. So geschah es dann auch. 1. Abteilungsleiter war August Ilg. Besonderes Anliegen der Abteilung war es: Die älteren Sportkameraden sollten unbedingt dem Verein erhalten bleiben und nicht vergessen werden, sie sollten sozusagen eine gesellschaftliche und familiäre Heimat haben.

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Ausschuss- Sitzung der Abteilung

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Ausflug nach Heidelberg

Die Abteilung ist sehr aktiv: Sie macht Ausflüge, Kameradschaftspflege aller Art, Besuche bei runden Geburtstagen und bei Kranken usw. In den letzten 10 Jahren ist Walter Heldmeier Abteilungsleiter.

Weiter mit der SpVgg-Chronik:

August Ilg führte das Amt des 1. Vorsitzenden bis Februar 1957. Er übergab es an Eugen Binder. Von Ende 1957 bis 1964 leitete dann Eugen Maile die Geschicke des Vereins.

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Protokoll über die Erweiterung der Sporthalle

Ein großes Ereignis für die Sportvereinigung war der Bühnenanbau an die Sporthalle, zum größten Teil von der Firma Rüsch finanziert. Anfangs 1960 wurde in der Sporthalle das
75-jährige Betriebsjubiläum der Firma Rüsch und der 70. Geburtstag des Seniorchefs, Willy Rüsch, gefeiert.

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Halle innen, nach dem Umbau

Ab 1964 übernahm Otto Schirmer als 1. Steuermann das Vereinsschiff. Viele Baumaßnahmen wurden in den folgenden Jahren unter großem persönlichem Einsatz der Vorstandschaft durchgeführt. Die Wirtschaftsräume wurden erweitert und renoviert, die Sporthalle selber modernisiert und ein weiterer Raum durch einen Anbau geschaffen. Ein ständiges Problem stellte die Sportplatzfrage dar. Zwar war 1957 die alte Spielfläche in einen Hartplatz umgewandelt worden, aber den gestiegenen und umfangreichen Ansprüchen genügte dieser Platz schon lange nicht mehr. Ich erinnere mich noch gut an die Hauptversammlungen der Sportvereinigung, vielleicht in den Jahren 1968, 69 oder 70, die in der großen Halle stattfanden, weil so viele Mitglieder kamen. Da ging es hoch her. Es wurde heiß über ein Sportzentrum diskutiert, weil der bestehenden Hartplatz tatsächlich völlig unzureichend war.

Nach langer Vorbereitung wurde im Januar 1972 mit dem Stadionbau begonnen und im September 1974 wurde, umrahmt mit vielen sportlichen Veranstaltungen, Einweihung gefeiert.

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Einweihung des Stadions

Es war ein großer Tag für den Sport! Anerkennend muß gesagt werden, die Sportvereinigung hat dieses Stadion mit großer Tatkraft und viel Engagement unterstützt. Heinz Huttelmaier hat es ermöglicht, dass eine amerikanische Pioniereinheit gewonnen wurde, die im wesentlichen die Erd- und Planierungsarbeiten durchführte. Ich sehe heute noch die schweren Geräte auf dem Gelände herumfahren.

Heute sieht das Stadion so aus!

Stadion
Stadion


Und wieder wechselte der Vorstand. 1972 übernahm Heinz Huttelmaier die Nachfolge von Otto Schirmer.

Chronik- Sportvereinigung heute

Ausführungen von Hnas Bezler


1974 bis 1984
In der Amtszeit von Günther Linge, der zwischen 1974 und 1978 erster Vorsitzender war, zeichnete sich eine Trendwende im Sport und in unserem Verein ab. Die Breitensportbewegung gewann an Bedeutung und beeinflusste die Vereine. Einer unserer erfolgreichen Sportler, besessener Vereinsarbeiter, Initiator von Sport- und geselligen Veranstaltungen und guter Geist unseres Vereins handelte für viele revolutionär: Mitten in einem Mitglieder- und Leistungsboom unserer Leichtathletikabteilung forcierte er dort den Breitensport.

Interview mit Georg Kritzer

Bei der Hauptversammlung1978 wurden 4 Breitensportler in den Hauptausschuss gewählt.

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Der Hauptausschuss sah sich folgender Situation gegenüber:

- sportlich und gesellig ein angesehener Verein
- Die Abteilungen waren an den Mitgliedsbeiträgen nicht direkt beteiligt und fühlten
sich gegängelt.
- Der Verein hatte 180.000 DM Schulden.
- Über Anträge für Beschaffungen wie Bälle, Hochsprungmatten, Ringermatten, Turngeräte
etc. wurde stundenlang heiß diskutiert.
- Gymnastik und Kinderturnen wurden nicht als vollwertige Abteilungen akzeptiert.
- Auflagen des Wirtschaftskontrolldienstes lagen vor, machten die Aufstockung der
Darlehen notwendig.
- Und es gab Eifersüchteleien unter den Abteilungen führten zu einem gereizten Klima
im Hauptausschuss.
Die Leichtathleten waren auf dem Weg zur größten Abteilung. Die Schwerathleten hatten Mitgliederschwund.
Der sogenannte Hauptverein wirkte auf die Abteilungen hemmend.

1979 wurde Fritz Braun zum 1. Vorsitzenden und Kurt Sandberg zum Geschäftsführer gewählt, er konnte die jüngeren Kameraden mit seiner Erfahrung unterstützen und erarbeitete mit ihnen und dem gesamten Hauptausschuss zielstrebig an den notwendigen Anpassungen.

Erstes Ziel: Abbau der Schulden. Dies gelang u.a. durch
Weitgehende Ausgabensperre,
Eintreibung von Beitragsforderungen,
Überschüsse aus Jubiläumsveranstaltungen,
Beitragsanpassung und
Steigerung der Mitgliederzahl um 40% auf etwa 1.400.

Zweites Ziel: Beteiligung der Abteilungen an den Mitgliedsbeiträgen. Dies gelang durch
die Verteilung von 50% des Mitgliedsbeitrags an die Abteilungen unter Berücksichtigung der Mitgliederzahl und den Zuweisungen für Jugend- und Breitensport.

Drittes Ziel: Verbesserung des Vereinsklimas.
Dabei half Sportkamerad Peter Basalla mit seiner beruflicher Erfahrung durch Seminare in der „ Beutelsbacher Burg“.

Viertes Ziel: neue Vereinsstruktur. Dies wurde durch eine Satzungsänderung von 1981 und einer Ergänzung von 1984 erreicht: u.a. wurde :
Der Verein nach außen hin durch den Vorstand vertreten.
Der Verein übernimmt alle Aufgaben im Zusammenhang mit dem Landessportbund.
Der Verein übernimmt alle zentralen Aufgaben wie Versicherungen, Beiträge, Sportstättenverteilung und verwaltet das Vermögen des Vereins.
Die Verantwortung für den Verein wird auf mehrere Vorstände verteilt.
Die Abteilungen übernehmen alle Aufgaben im Zusammenhang mit den Fachverbänden.
Die Abteilungen führen eigene Kassen, die dem Wirtschaftsvorstand laufend vorgelegt werden.
Möglichkeit von Spartenbeiträgen.
Die Vereinsjugend und der Breitensport werden genauso strukturiert, wie der Verein.

Eine förderative Vereinsstruktur eingeführt, dem Breitensportreferent und dem Vereinsjugendleiter bzw. Jugendreferent erhielten haben Sitz und Stimme im Hauptausschuss gegeben. Diese Satzung wird bei Seminaren noch heute als vorbildlich empfohlen.

Fünftes Ziel: Erweiterung des Sportangebots. Dies gelang durch:
Aktivierung der Karateabteilung mit dem langjährigen Abteilungsleiter Gerd Achilles,
Gründung einer Volleyballabteilung,
Gründung einer Schachabteilung,
Gründung einer Schwimmabteilung und

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Gründung einer Breitensportgruppe

( SS 24 ) Gründung einer Breitensportgruppe.

Durch die Gründung der Breitensportgruppe konnten die Wünsche mancher Bürger bzw. Vereinsmitglieder nach „ stressfreiem Sport“ und sonstiger Gruppierungen nach Hallenkapazität befriedigt werden. Das Training am Montag ist nicht nur für SpVgg- Mitglieder. Der Alpenverein beteiligt sich daran und auch Mitglieder anderer Vereine nehmen teil.
Mit der Fertigstellung der Rumoldhalle ( 1980 ) übernahmen der Leichathletiktrainer Albrecht Lorenz, Das Alpenvereinsmitglied Günter Wiesmaier und ein Sportlehrer der Rumold- Schule Herr Erhard, die Trainingsleitung. Herr Erhard ist heute noch voll dabei.

Der Breitensportreferent Manfred Engel organisierte auch eine eigene Schwimmstunde, die dieses Jahr den Sparmaßnahmen zum Opfer fiel. Es gibt jedoch die Möglichkeit, innerhalb der normalen Öffnungszeit ungestört seine Bahnen zu ziehen und seine Leistungen fürs Sportabzeichen bestätigen zu lassen.

Ca. 1983 kündigten sich weitere Sanierungsmaßnahmen der Sporthalle, des Roten Salons und der Wirtschaft an.

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( G 35 )
Zu erwähnen sind das 70jährige und das 75jährige Jubiläum, beidem ein großer Festzug und ein Kinderspiel- Nachmittag mit mehreren hundert Kindern die Höhepunkte waren.

1984 bis 1997
Berufliche Veränderungen zwangen Fritz Braun und ein Jahr später Hans Bezler zur Aufgabe ihrer Ämter. Die restlichen Vorstandsmitglieder Hermann Schnabel, Horst Prassler, Rudi Hoffmann und Gerd Häberle sowie die Referenten Manfred Engel, Rainer Götz und die Schriftführerin Gertrud Lachenauer blieben beisammen. Ein Pressereferent fehlte schon einige Zeit. Für das Amt des ersten Vorsitzenden wurde Walter Stöffler gewonnen, den die Hauptversammlung 1984 wählte.
In den folgenden Jahren hat sich der Verein mit seiner neuen Struktur stabilisiert. Lediglich die Sanierungsmaßnahmen der Sporthalle, des Roten Salon und der Wirtschaft, die weit mehr kosteten als absehbar, ( Dia SS 4 ) die Neugestaltung der Wirtschaft, die Aktivierung der Gartenwirtschaft, ein fehlender zweiter Rasenplatz, der 1996 als Kunstrasenplatz auf dem alten Sandplatz errichtet wurde ( Dia SS 13 ) und zu geringe Hallenkapazität sorgten für etwas Unruhe.

Die fehlende Bereitschaft von Mitgliedern unter 60 Jahre bei der Mitarbeit im Hauptausschuss, sei es als Vorstand, Referent oder zur Entlastung eines langgedienten Sportkameraden bereitete zunehmend Sorge. Der Verein stagnierte.

Anfang 1997 wurde ein zweitägiger Workshop veranstaltet, bei dem sich die beiden Sportkameraden Peter Basalla und Fritz Braun zur Verfügung stellten.

Sehr selbstkritisch wurden die Stärken und Schwächen des Vereins analysiert und Maßnahmen vorgeschlagen :

Einschätzung Stärken
Einschätzung Stärken

Einschätzung Schwächen
Einschätzung Schwächen

vorgeschlagene Maßnahmen
vorgeschlagene Maßnahmen

Ablauf und Inhalte der Hauptausschusssitzungen müssen mehr auf Information und klar vorbereitete Entscheidungshilfen ausgerichtet werden, wozu der Verwaltungsausschuß zu aktivieren ist, es bedarf mehr gemeinsamer Veranstaltungen etc., die Jugendarbeit muß intensiviert werden, ( Dia SS 6) Trendsportarten und Seniorensport müssen aufgenommen werden, eine hauptamtliche Geschäftsstelle ist wohl nicht zu umgehen.

Finanzsitutaion
Finanzsitutaion

anz entscheidend war jedoch die Erkenntnis, dass eine Beitragsanpassung unumgänglich ist. Trotz großer Bedenken waren praktisch alle einig, die Schulden rasch abzubauen, Rücklagen wegen kommender Sanierungsmaßnahmen anzulegen, die Abteilungszuweisungen drastisch zu erhöhen und Spielräume für eine Geschäftsstelle zu schaffen. Die Hauptversammlung 1997 bestätigte dies und die Einsicht bei den Mitgliedern war vorhanden. ( Dia G 22)

Ab 1997
Walter Stöffler hat wegen seines hohen Alters uns seiner nach wie vor vorhandenen beruflichen Belastung schon längere Zeit um Ablösung gebeten. Er war 13 Jahre unser Vorsitzender, so lange wie kein anderer zuvor. Jahrelang hatte es gedauert, bis sich endlich einer- Otto Förstner- bereiterklärte, zu kandidieren. ( Dia G 29) Er wurde von der Hauptversammlung 1997 gewählt. Der Verein hat nach wie vor keinen Pressereferenten, es fehlt seit 1998 der Geschäftsführende Vorstand und der Sportvorstand steht aus gesundheitlichen Gründen nur zeitweise zur Verfügung. Die Veranstaltungen zum 90jährigen Jubiläum sind Ausdruck des Willens zu mehr Aktivität, zu mehr gemeinsamer Aktivität des Vereins, zur Überwindung der Stagnation.

Vorführungen der Karate Abteilung

Die Abteilungen der SpVgg

Ausführungen von Günter Haußmann

Abteilung Karate

Karatevorführung
Karatevorführung

Was ist eigentlich Karate ? Lassen Sie mich aus dem Sport- Brockhaus folgendes zitieren:
„ Karate ( japanisch: kara „leer“ und te „ Hand“ ) ist ein Selbstverteidigungssystem und eine Nahkampfsportart aus Japan, bei der Schläge und Stöße mit der Hand, Faust, Handkante und Ellenbogen, Tritte und Stiche mit Fuß und Knie auf empfindliche Körperstellen des Gegners gerichtet werden.
Es ist eine Sportart, bei der man lange braucht ( mindestens 3 Jahre ), bis man erste Erfolge hat.
Sinn dieser Sportart: Hinführen zum eigenen Ich. Den Mensch zur Persönlichkeit formen. Vor dem Gegner keine Angst haben.“

Die Karateabteilung wurde im Jahre 1977 von Gerd Weinhold gegründet und umfasste damals 20 Mitglieder. Mit Gerd Achilles, der von 1981- 1991 Abteilungsleiter und Trainer war, wird eine besondere Ära begründet. Er war für den Aufbau der Abteilung die entscheidende Person. Die Mitgliederzahlen wuchsen von Jahr zu Jahr. Es finden viele Lehrgänge statt. Wettkampferfolge stellen sich ein: Baden- Württ. Jugend- und Juniorenmeisterschaft in Pforzheim, sowie beim internationalen Bodenseepokalwettkampf in Singen.
1987 wird eine B- Liga- Mannschaft gebildet. Bundes- Besten- Lehrgang unter Bundestrainer Günter Mohr.

1989 fand ein Lehrgang mit Bundestrainer Hideo Ochi mit ca. 450 Teilnehmern statt.

in der Rumold- Sporthalle mit dem Bundestrainer
in der Rumold- Sporthalle mit dem Bundestrainer

Es muß ein ganz tolles Ereignis gewesen sein. Nachdem Gerd Achilles 1991 sein Amt als Abteilungsleiter und Trainer zur Verfügung stellte, gehen die Teilnehmerzahlen beim Training stark zurück. Die Mitgliederzahlen schwinden.

1995 übernimmt Jürgen Wolf das Amt des Abteilungsleiters und es beginnt wieder eine neue Ära. Es gibt einen Wechsel in der Stilrichtung von Shotokan zu Shito-Ryu. Mit dem Engagement von Trainer Sensei Girolamo Vermiglie, dem Italiener aus Palermo, beginnt Anfangs 1996 das Shito- Ryu- Karate in Rommelshausen.
1997 wird ein Anfängerlehrgang und ein Selbstverteidigungslehrgang für Frauen angeboten. Aufbauend auf derzeit ca. 50 Mitglieder will die Führungscrew die Abteilung zu einer tragenden Säule des Vereins entwickeln, auf die Verlaß ist.

Abteilung Gymnastik

Frau Linge und Gatte
Frau Linge und Gatte

Interview mit Frau Linge


Die Gymnastikabteilung ist eine der jüngeren Abteilung der Sportvereinigung. Auf Betreiben einiger Damen, hier seien vor allem genannt Frau Linge, Frau Dalaker, Frau Vaas, Frau Billgruber, Frau Merz, Frau Metzger, wurden im Mitteilungsblatt zu einer Interessentenversammlung eingeladen. Nach dem Protokoll der außerordentlichen Versammlung am 12. Februar 1965 konnte der damalige 1. Vorsitzende, Herr Schirmer,
42 Personen begrüßen. Es ist gelungen, auch gleich die erste Übungsleiterin zu gewinnen, nämlich Frau Johanna Blunck. Frau Ilse Linge übernimmt das Amt der 1. Abteilungsleiterin.)

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Gruppenbild

Nun stand der 1. Übungsstunde nichts mehr im Wege. Man traf sich schon Ende Februar 1965 im Gymnastikraum der Haldenschule, später in der Spvgg- Halle. Schon damals waren regelmäßig zwischen 20- 30 Frauen in den Übungsstunden. Nach und nach wurden Gymnastikgeräte wie Bälle, Keulen, Seile und Reifen angeschafft, so konnten sinnvolle und abwechslungsreiche Übungsstunden abgehalten werden.

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Wahrscheinlich Vorführung beim 70-jährigen Jubiläum der SpVgg

Geändert haben sich heute einzelne Gymnastik- und Entspannungsübungen, die häufig von flotter Musik begleitet werden. Seit 1975 besteht in der Abteilung auch eine Jazztanzgruppe. Sie wurde gegründet, um jüngeren und tanzfreudigen Damen gerecht zu werden. Die Jazzgruppe ist heute ein fester Bestandteil der Abteilung. Selbstverständlich hat auch die Damengymnastik einiges zur Öffentlichkeitsarbeit beigetragen. So fanden Auftritte bei Gauturnfesten, Sportlerehrungen, Seniorenfeiern und Vereinsjubiläen statt. Auch die Römer Kirbe gehört schon seit 1982 dazu. Die Spielstraße ist bei allen Kindern der große Renner geworden.
Auch Geselligkeit kommt bei den Frauen nicht zu kurz. Es finden Familienwanderungen, Sommerfeste, Radtouren, Faschings- und Weihnachtsfeiern statt. Besonders hervorzuheben sind die Fahrten zu den Landesturnfesten.

Im Gegensatz zu den anderen Abteilungen der SpVgg liegt bei der Gymnastikabteilung der Schwerpunkt der Arbeit ausschließlich auf der Förderung des Breitensports. Jede Frau soll die Möglichkeit haben, durch sportliche Betätigung zur eigenen Gesundheit beizutragen.


Fußballabteilung

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Fußballmannschaft von 1936

1936 wurde die Fußballabteilung aus der Taufe gehoben, weil Fußball immer attraktiver wurde und bis heute immer noch interessant ist ( WM ). Abteilungsleiter wurde Fritz Prassler.

Das 1. Spiel wurde gegen eine Mannschaft aus Winnenden ausgetragen, das leider 7: 1 verloren ging. Im Februar 1939 schaffte die 1. Mannschaft den Aufstieg in die B- Klasse.
Durch den 2. Weltkrieg wurden viele Spieler zur Wehrmacht eingezogen, so dass ab 1942 der Spielbetrieb eingestellt werden musste. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man bereits über 100 Spiele ausgetragen.
Im Februar 1947 wurde unter der Leitung von Fritz Seybold die Fußballabteilung wieder zu neuem Leben erweckt.

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Bezirksmeister in den 50er Jahren

Interview mit Kurt Sandberg.

Tatsächlich konnte der seitherige Sportplatz erst 1947/ 48 wieder benutzt werden, weil er als landwirtschaftliche Fläche sozusagen notgedrungen in den letzten Kriegsjahren zweckentfremdet war.

Nach mehreren Spieljahren mit wechselnden Erfolgen gelang es 1953/ 54 ungeschlagen und sehr überzeugend die Meisterschaft in der B- Klasse zu erringen. Noch heute spricht man vom berühmten 100- Tor- Sturm.

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Alter Sportplatz

1959 wurde die alte Spielfläche zu einem Hartplatz und zu einem Sportplatz mit normaler Größe aus- und umgebaut und die Chronik verweist darauf, dass die Spieler wieder eine gesteigerte Moral zeigten.

1958/59 Meisterschaft der A- Klasse und Aufstieg in die II. Amateurliga. Für die Fußballabteilung war die Fertigstellung des St. Rambert- Stadions 1974 eine ganz wichtige Sache und für den Spielbetrieb von großer Bedeutung.
Die Jahre 1976 bis 86: Eine neue Fußballergeneration wuchs heran, geprägt durch einen ganz besonderen Fußballspieler, der auch einige Jahre Abteilungsleiter war, nämlich Rolf Röger. Der Aufstieg in die Landesliga 1978/ 79 war ein besonderes Ereignis. Die Saison 82/83 brachte den weiteren Höhepunkt. Das Trainergespann Brazel/ Reichert erreichte mit der 1. Mannschaft das sogenannte Endspiel um den Aufstieg in die Verbandsliga. Bei einem richtigen Fußballfest vor 4000 Zuschauern spielte die Mannschaft im St. Rambert- Stadion, aber leider verlor sie 0:3.

Die 1. Mannschaft wurde 1993/94 im Bezirk Pokalsieger. Seit 1992 spielt die Mannschaft in der Bezirksliga Rems- Murr, sie hat die Saison 97/98 mit einem 3. Tabellenplatz abgeschlossen.

Noch 4 Punkte sollte ich kurz ansprechen, die wichtig sind:

1. Die Fußballabteilung, mit Günter Seiz als Abteilungsleiter, benötigt immer viele Helfer und Betreuer. Auf diesem Wege haben schon viele zur SpVgg gefunden, so z.B. auch Walter Stöffler, bis vor kurzem noch 1. Vorsitzender des Vereins.

2. Die Fußballjugend spielt bei der Abteilung eine ganz wichtige Rolle. Es werden über 100 Jugendliche betreut. Es nehmen über 8 Mannschaften am Spielbetrieb mit großem Erfolg teil. Heinz Müller hat über viele Jahre hinweg wirklich Vorbildliches geleistet.

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Freundschaftsspiel mit der türkischen Mannschaft

3. Einen großen Raum nimmt das Freundschaftsspielprogramm der Fußballer ein. Es sollen nur kurz die wichtigsten Begegnungen genannt werden. Das erste internationale Spiel wurde 1949 gegen den FC Winterthur vor 3000 Zuschauern in Rommelshausen ausgetragen. Es war das Ereignis, von dem noch lange geredet wurde. Im Lauf der Jahre folgten dann Begegnungen mit Merinos Kolübu Bursa/ Türkei, Nikolsburg/ CSSR, ATSV Kematen/ Österreich, Einheit Messe Leipzig, St. Rambert/ Frankreich. Bis zum heutigen Tag besteht die Verbindung zum österreichischen Kematen, die Rudi Batsch vor vielen Jahren in die Wege leitete.
Freundschaftliche Beziehungen bestehen auch zum Fußballclub in unserer Partnerstadt Dombovar/ Ungarn.

4.Die Kirbe in Rommelshausen wurde von der Fußball- AH im alten Pfarrhof mit einer
Kirbehocketse wieder neu belebt. Ach, war das dort schön und romantisch! Und heute ist die Römer Kirbe fester Bestandteil im jährlichen Festkalender und das Zelt der Fußball- AH ist ganz wichtig für die Kirbe, dort werden an den 4 Tagen immer besondere Veranstaltungen angeboten. Dafür gebührt der Fußballabteilung ein herzliches Dankeschön. Seit 3 Jahren führt die Abteilung auch die Bewirtung bei der Maibaumhocketse durch.

Leichtathletikabteilung

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Günter Reinhardt und Georg Kritzer

Die Leichtathletik- Abteilung entwickelte sich zur mitgliederstärksten Abteilung der SpVgg. Die ersten Leichtathleten starteten 1949 bei den Kreismeisterschaften in Waiblingen. Erst Ende 1950 wurde die Abteilung Leichtathletik in ihrer heutigen Form gegründet. Günter Reinhardt wurde zum 1. Abteilungsleiter gewählt.

1950 freilich stand den „Männern der ersten Stunde“ – Frauen kamen erst später dazu- kein Stadion, keine schnelle Kunststoffbahn und keine speziellen Rennschuhe zur Verfügung. Aber trotzdem wurden schon bald Ergebnisse erzielt, die sich auch nach 58 Jahren noch sehen lassen können.

Rommelshausen entwickelte sich ab 1951 zur Hochburg der Langstreckler. Verantwortlich für diese Erfolge war das Langlauftrio Bubeck ( Klaus Bubeck ist Gründungsmitglied und noch heute aktiv ), Reinhardt und Wolfer. 1952 war Kurt Holzwarth unumstritten der schnellste Sprinter im Kreis Waiblingen. Viele Vereinsrekorde wurden aufgestellt.
Mit Albrecht Lorenz vom SV Fellbach wurde ein hervorragender Trainer gewonnen.

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LA- Mannschaft 1958

Das Jahr 1962 war sehr erfolgreich: Die A- Jugend gehört zur württ. Spitzenklasse. Bei den Kreismeisterschaften 1962 errangen die Römer Leichtathleten über die Hälfte aller Kreistitel.

1968 erzielte 1968 erzielte Gisela Lorenz 2 württ. Meistertitel, 200m in der Halle und 400m auf der Aschenbahn. Die Schülermannschaften vom Jahrgang 1955 leisteten überragendes und waren in Württemberg absolute Spitzenklasse.

Nach Fertigstellung des neuen Stadions 1974 wurden die Leichtathleten wieder aktiver. Es fand ein starker Zulauf von Schülern und Freizeitsportlern statt.

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Start zum Marathonlauf

Im September 1974 wurde der 1. Schurwald- Marathon in Rommelshausen organisiert. Höhepunkt 1975 war das 25-jährige Jubiläum mit einem internationalen Vergleichskampf gegen die Mannschaften aus Steyr und Lustenau in Österreich. Zum ersten Mal wurden 1975 im St. Rambert- Stadion Württ. Meisterschaften ausgetragen.

1980 erreichte Axel Wanek über 800m einen 3. Platz bei den Württ. Und einen 5. Platz bei den Süddeutschen Meisterschaften. 1981 holten Herbert Hagenlocher, der heutige Abteilungsleiter, über 100m und Thomas Nuss im Kugelstoßen und Diskuswerfen 3 deutsche Versehrtenmeistertitel nach „ Rom“.
Aartje Pfeffer lief als 1. Frau im Römer Trikot einen Marathon.

Im November 1985 wurde nach langer Debatte der Beschluß zur Gründung einer LG mit dem TV Stetten gefasst. Auf breiter Ebene rückte die LG Kernen in das Vorderfeld im Rems- Murr- Kreis vor. Die Frauenmannschaft absolvierte zum 1.Mal einen Deutschen Mannschafts- Meisterschaftsdurchgang ( DMM ) und landete in der Bundesligawertung gleich auf Rang 3 im Landesverband. Insgesamt führten 1986 die Mannschaften der LG die Vereinsgesamtwertung in Württemberg an.

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Sport- Echo Thomas Nuss

Im Olympiajahr 1988 überraschte Thomas Nuss bei den Paralympics in Seoul mit einer Silbermedaille im Diskuswerfen und einer Bronzemedaille im Kugelstoßen. 1989 waren die Senioren nicht minder erfolgreich. Günter Mutschler, Herbert Hagenlocher und Sepp Halder standen als Süddeutscher Meister im Internationalen Fünfkampf ganz oben auf dem „ Trepple“.

Seit dem 40-jährigen Jubiläum 1990 bis ins Jahr 1996 sorgten Athletinnen und Athleten der Abteilung für hervorragende Resultate in allen Altersklassen. 1994 jedoch schlug die geballte Kraft der LG Kernen zu. Sie holte sich überlegen die Württ. Meisterschaft. Das Herausragendste Mannschaftsergebnis seit der Gründung der Abteilung.

Freundschaftliche Verbindungen bestehen zu anderen Leichtathletik- Clubs im In- und Ausland. Besonders hervorzuheben ist die seit 1964 bestehende Verbindung zu Steyr in Österreich, die bis heute lebendig ist.

Abteilung Turnen

Geturnt wird in Rommelshausen schon seit der Gründerzeit, also seit 1907. Nach Kriegsende und dem Bau der Haldenschule wurde mit Kinderturnen der Turnsport wieder eingeführt. Turnen wurde zur Einstiegssportart für andere Sportarten, insbesondere für Fußball und Leichtathletik. Es blieben aber auch junge Sportler beim Turnen, so dass Jugendgruppen aktiv bei Gauturnfesten, Landesturnfesten und bei Deutschen Turnfesten ( so wie jetzt vor wenigen Tagen beim Deutschen Turnfest in München- die Rolling Römer- ) teilnahmen. 1980 nahm man zum 1.Mal bei einem Landesturnfest teil. Es fand in Waiblingen statt und sportlich wanderte man dort zu Fuß hin.

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Flying Römers in Aktion

Mitte bis Ende der 80erJahre waren die Flying Römers ein fester Begriff in der näheren und weiteren Umgebung. Bei vielen Festen der Gemeinde und der SpVgg beteiligte sich diese Gruppe aus Aktiven und Jugendlichen der Abteilung zur Freude der Besucher. Sie bestachen durch ihre turnerische Brisanz, ihre Akrobatik und Komik. Leider, leider hatten berufliche Interessen Vorrang und damit kam das Ende für die unvergessliche Gruppe.

Auftritt der Flying Römers

Kinderturnen ist ein Teil der Gesamterziehung, es fördert die Gesundheit, legt eine wertvolle Basis für alle Sportarten, für Breiten- und Leistungssport und motiviert zu lebenslangem Turnen, Spiel und Sport. Einige 100 Kinder profitieren von den Sporthallen und von der guten Ausstattung der Hallen und dem selbstlosen Einsatz der zahlreichen Übungsleiterinnen.

Unter den Abteilungsleiterinnen- Ursula Wied und Helga Hoppenkamps - entwickelte sich
Unter den Abteilungsleiterinnen- Ursula Wied und Helga Hoppenkamps - entwickelte sich

Aus dem Mutter- und Kind- Turnen
Aus dem Mutter- und Kind- Turnen

wieder eine vollwertige Abteilung, bei der echte Leistung gefragt ist
wieder eine vollwertige Abteilung, bei der echte Leistung gefragt ist

Unter der Überschrift „90 Jahre alt und noch ganz schön sportlich“ erschien im Mitteilungsblatt vor wenigen Wochen ein Bericht über den bunten Nachmittag „Happy Birthday“, den die Turnabteilung zum 90-jährigeen Jubiläum im Mai dieses Jahres veranstaltete. Es ist in der Tat eine sehr aktive Abteilung. Weiter so!

Abteilung Tischtennis[h1]

Abteilung Tischtennis 1958
Abteilung Tischtennis 1958

Vor wenigen Wochen feierte die Tischtennisabteilung ihr 50-jähriges Jubiläum. Im Februar 1948 wurde zunächst der Tischtennisclub Rommelshausen gegründet, weil man auf breiter Basis und vereinsmäßig die damals stark aufkommende Sportart „ Tischtennis“ spielen wollte. Wie der Festschrift zum Jubiläum zu entnehmen ist, wurde der Spielbetrieb in kleinem Umfang auf einer geliehenen Platte und mit Bällen, die für 4 bis 6 DM auf dem Schwarzmarkt gekauft werden mussten, im Nebenzimmer des Gasthofs „Hirsch“ begonnen.

Erinnerungen an meine Jugendzeit in Trossingen!!

Bereits 1 Jahr später, also 1949, entsprach die Generalversammlung der SpVgg einem Antrag des Clubs als Tischtennis- Abteilung in den Verein aufgenommen zu werden. Viele Vereine gab es zu jener Zeit noch nicht, die diesen Sport ausübten. So gab es damals mit der Bezirksklasse auch nur eine Staffel im Bezirk Rems, in der die Tischtennisabteilung von diesem Zeitpunkt an spielte.

Erfolge bei Mannschaftswettbewerben:
- 1963 gelang es der 1.Mannschaft endlich in die Landesliga vorzustoßen,1966 gelang
dann der Aufstieg in die Verbandsliga.
- 1967 Aufstieg in die 2. Liga Süd.
- 1971 wurde die Württ. Pokalmeisterschaft gewonnen, einer der schönsten Erfolge der
Abteilung.
- 1974 Aufstieg in die Oberliga Süd, aber anschließend wieder Abstieg in die Landesliga.

1981/ 82 spielen Mädchen- und Jungenmannschaften in der Verbandsliga (höchste Spielklasse)
1981/ 82 spielen Mädchen- und Jungenmannschaften in der Verbandsliga (höchste Spielklasse)

- 1987/ 88 Württ. Seniorenmeister der Bezirksauswahlmannschaft für den Rems- Murr- Kreis
mit Gerd Kübler von der Abteilung.

3 Spieler der Abteilung 1985 Hansi Hess, Gerd Kübler, Ulf Stadelmaier
3 Spieler der Abteilung 1985 Hansi Hess, Gerd Kübler, Ulf Stadelmaier


- 1989/ 90, 91/92 und 94/95: 3x 3.Württembergischer Seniorenmeister für Vereins-
mannschaften mit Gerd Kübler, Horst und Dietmar Dinkelacker, Dieter Heß und Bruno
Bertram.
- 1994/ 95 Württ. Seniorenmeister der Bezirksauswahlmannschaften für den Rems- Murr-
Kreis mit Dieter Heß von der Abteilung.

Bei vielen Einzelwettbewerben wurden großartige Erfolge errungen, z.B. 1969/70 Fritz Lidle 3. Platz im Mixed, 1971/72 Gerd Stein im Doppel und im Mixed je einen 5. Platz, Süddeutsche Jugendmeisterschaften Fritz Lidle 1969/79 1. Platz im Mixed und Michael Krumtünger im Doppel 2. Platz 1972/73, es gibt viele Württ. Meister, Gerd Kübler hat im Senioreneinzel 3 Jahre hintereinander 1988- 91 in einem bundesoffenen Turnier jeweils den 1.Platz belegt.

Die Tischtennisabteilung
Die Tischtennisabteilung

Die Jugendarbeit ist in der Abteilung ganz wichtig, sie wird intensiv betrieben. Und eine besondere Klasse für sich ist die Seniorengruppe, die wie Pech und Schwefel zusammenhält. Mit Ernst Merz, dem Gründungsmitglied, der immer noch aktiv und hochmotiviert an der Tischtennisplatte steht, werden gemeinsame Freizeitaktivitäten unternommen.

[h1]Abteilung Volleyball

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Mannschaft in Aktion

Am 25. 3.1981 wurde in der sportlichen Palette der SpVgg durch den Beginn derr Volleyball- Abteilung eine echte Lücke geschlossen. Ein Jahr nach der Fertigstellung der Rumold- Sporthalle, man sieht wie befruchtend neue Wettkampfstätten sind, wurde die Idee von Fritz Braun, der damals 1. Vorsitzender der SpVgg war, in die Tat umgesetzt. Über 60 Interessierte meldeten sich zu einem Probetraining.
Volleyball, früher Mintonette oder Flugball, wurde erstmals 1895 von einem Amerikaner ( W. C. Morgan ) entwickelt und diente als winterliches Ausgleichsspiel. In Deutschland wurde Volleyball durch die Olympischen Spiele 1972 in München populär.
Der Beginn der Abteilung verlief optimal: Es fand sich sehr schnell ein erfahrener Mann als Abteilungsleiter, nämlich Hermann Schnabel, der die Geschicke der Abteilung richtig zu lenken wusste. Ihm ist der heutige Stellenwert der Abteilung zu verdanken. Ein weiteres Glück: Mit Dieter Erhardt und Willy Bernlöhr wurden 2 qualifizierte Trainer gefunden.

Einige Erfolge will ich hier aufzählen:
- Im 1. Jahr werden gleich 2 Mannschaften für den offiziellen Spielbetrieb gemeldet.
- 1985/86 wird eine 2. Herrenmannschaft gemeldet, die auf Anhieb den 3.Platz erreicht
und die 1. Mannschaft steigt auf.
- 1986 werden 2 Meistertitel errungen: die Damen steigen in die B- Klasse und die 2.Herren-
mannschaft in die C- Klasse auf.
- 1991 steigt die 1. Damenmannschaft in die A- Klasse auf.
- 1994 steigen die Herren in die B- Klasse auf.
- 1996 wird mit der Rumold- Realschule eine Kooperation „ Schule und Verein“
durchgeführt.

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Das Beachfieber bricht aus. Beim Hallenbad entsteht 1996 durch einen tollen Einsatz ein Beachvolleyball-Feld


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Es wurden 800 freiwillige Arbeitsstunden geleistet, dabei werden
300 Tonnen Schotter und Sand bewegt


Bei der 850- Jahr- Feier fand die Übergabe statt.

Das Volleyballfeld in der Abendsonne
Das Volleyballfeld in der Abendsonne


Heute - nach 17 Jahren - ist die Abteilung Volleyball eine feste Größe in der SpVgg, wie die traditionellen Abteilungen. Sie hat durch ihr Engagement bei Veranstaltungen des Vereins und der Gemeinde und durch ihre Initiative und praktische Arbeit bei der Planung und dem Bau des Beachvolleyball- Feldes Eigenständigkeit und Durchsetzungsvermögen bewiesen. Die Abteilung ist seit 1997 fest in Damenhand mit Dagmar Schmidt und Daniela Traum ( als Vize ).


Schachabteilung

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Intensiv bei der Arbeit

Es wird angenommen, das Schachspiel ist zwischen 500 und 100 vor Christus in Indien entwickelt worden. Seinen Namen erhielt es in Persien: Schah = König.
Schach, als Turnierschach, ist das einzige Brettspiel, das international dem Sport zugeordnet wird. Das Spiel versinnbildlicht das Treffen zweier gleichstarker Heere mit dem Ziel, den feindlichen König „matt zu setzen“. Soweit aus dem Brockhaus- Lexikon. Der Schachsport war für die SpVgg eine sehr sinnvolle Abrundung des Sportangebots.

Der Vorsitzende des Schachclubs Waiblingen, Herr Crepel, regte die Gründung einer eigenen Schachabteilung an. Als Beisitzer im Hauptausschuß der SpVgg empfahl Kurt Sandberg die Gründung einer solchen Abteilung. Auf eine Anzeige im Mitteilungsblatt der Gemeinde im Oktober 1981 meldeten sich 7 Personen zur Gründungsversammlung, darunter die Herren Höfer, Horlacher, Käßer, Krummtünger, Sandberg. Erster Abteilungsleiter war Kurt Sandberg.
Schon bald besuchten ca. 20 Schachfreunde regelmäßig die Spielabende. Als besonders positiv für die Entwicklung der Abteilung erwies sich deren altersmäßige Struktur.

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Daniel Höfer überlegt den nächsten Zug

( Daniel Höfer überlegt den nächsten Zug – Sch 2-)
Eine erfreulich große Zahl von Jugendlichen profitierte vom Können einiger erfahrener Spieler.

Beachtliche Erfolge erzielten die Schachspieler, denn 5 Jahre in Folge gelang der direkte Aufstieg von der C- Klasse über die B-, A-, Kreis- und schließlich in die Bezirksliga.
Die Abteilung gliederte sich rasch in die SpVgg ein. Sie beteiligte sich an den Ferienprogrammen der Gemeinde.

Jugendarbeit
Jugendarbeit

Die Jugendarbeit wurde in den letzten 3 Jahren sehr intensiviert und daraus resultieren hervorragende Erfolge. Langjährige Stammspieler spielen bei der Abteilung und sind erfreulicherweise nicht abgewandert, obwohl sie es ohne weiteres hätten tun können. Und immer noch erhalten die Spieler für ihre Leistungen kein Geld und das ist gut so.
Höhepunkte der Abteilung waren die Jubiläen der SpVgg.

Chronik- Schwerathletik/ Ringen

Ausführungen von Hans Bezler

Der Krieg, die gefallenen Sportkameraden, die Besatzungszeit und die wirtschaftliche Not konnten die über vielen Jahre gewachsene Einheit der Rommelshäuser Schwerathleten und ihren Willen zu Höchstleistungen nicht brechen: Der erste Verbandstag des Württ. Kraftsportverbands nach dem Krieg fand im „ Hirsch“ in Rommelshausen statt.
Die Rasensportler Wilhelm Silcher und Helmut Frey wurden im Hammerwerfen mehrmals Württ. Meister, Wilhelm Silcher darüber hinaus Deutscher Vizemeister. Die Disziplinen des Rasenkraftsports gingen in der Leichtathletik auf.

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Rundgewichtsriege

Mit der Rundgewichtsriege wurde Rommelshausen in Deutschland bekannt. Dazu trugen nach dem Krieg weitere Deutsche Meisterschaften, 1950 und 1952, bei. Fritz Bubeck war 25 Jahre Riegenführer und wurde dafür besonders geehrt.
Die Rundgewichtsriege, das Jonglieren mit den stählernen Handeln, verlor mehr und mehr an Bedeutung und verschwand als Sportart. Damit blieb nur noch der Ringsport, was zu Gründung des Württ. Ringerverbandes und zur Umbenennung der Abteilung Schwerathletik in Abteilung Ringen führte.

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Zwischen 1953 und 1955 wurde die Ringer- Mannschaft dreimal ungeschlagen Bezirksmeister, konnte sich aber erst 1955 bei den Aufstiegskämpfen zur Landesliga durchsetzen und 1962 gelang der Aufstieg in die damals höchste Klasse, die Oberliga.

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Dort wurden die Griffkünstler auf Anhieb Dritter, hinter Schorndorf und Untertürkheim. Auf internationaler Matte, wurde Kopenhagen mit 11: 6 besiegt und Budapest nur ein knappes 9:10 überlassen. Eckard Seybold belegte bei den Deutschen Meisterschaften den 4. und bei den Junioren den 2.Platz. 1964 wurde er Deutscher Juniorenmeister.

1974 rangen die Römer in der Württ. Oberliga.

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Eine hervorragende Jugendarbeit zahlte sich aus: Die meist jugendlichen Ringer waren steigerungsfähig, die Abteilung war intakt und man schielte nach „ weiter oben“. Bunte Abende mit nationalen Stars wurden organisiert, gemeinsame Ausflüge und Reisen ins Ausland waren an der Tagesordnung. Doch plötzlich verließen einige Ringer den Verein.

Mit erfahrenen Ringern aus der Umgebung, dem eigenen Nachwuchs und dem international anerkannten Ringsportexperten Micha Benjasvilli als Trainer wollte die Abteilung um Roland Sperr das angestrebte Ziel erreichen, „... auf die Höhe, von der wir uns niemals mehr verdrängen lassen werden“.
Doch die Zeit hatte sich gewandelt, Geld spielte nun im Sport eine immer größere Rolle, so auch bei einigen „Römer“ Ringern, die von anderen Vereinen verpflichtet wurden.

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Erich Reichle übernahm die Abteilungsleitung, jüngere Kräfte das Jugendtraining. Die besten Nachwuchskräfte fast ausnahmslos die SpVgg und rangen bei höherklassigen Vereinen.

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Nach intensiver Aufbauarbeit gelang es 1988 begeisternden Ringkampfsport zu bieten und mit beiden Mannschaften aufzusteigen.
Der Sprung in die Landesliga war zu groß, und die Träume von der Wiederkehr einer großen Zeit für die Römer Schwerathleten waren schnell ausgeträumt.

Ab 1989 führte ein kommissarischer Abteilungsleiter die jüngeren Ringer zur Selbstständigkeit. Diese haben die Abteilung stabilisiert, während in vielen anderen Vereinen der Ringkampfsport aufgegeben werden musste: Der Lohn für die jahrelange, aufopfernde Jugendarbeit, insbesondere von Erich Reichle. Die Mannschaft ist in der oberen Tabellenhälfte der Bezirksliga zu finden und hat u.a. auch wegen einigen Heimkehrern ein beachtliches Niveau. Besonders hervorzuheben ist die anerkannte Fähigkeit der Abteilung Turniere bis zur Württ. Meisterschaft zu organisieren und abzuwickeln.
Wenn auch der Karftsport nicht mehr seine ursprüngliche Bedeutung hat, in Rommelshausen lebt er durch die Abteilung Ringen weiter.

Sport ist Ringen um eigene Vollendung an Leib und Seele.


Chronik Schwimmen

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Ab etwa 1981 beteiligten sich 10 bis 20 Personen an einem „ Schwimmspaß“ unter Leitung von Helmut Metzger. Die SpVgg hatte wegen der Abnahmen für das Sportabzeichen aber auch wegen dem „Ergänzungssport“ Schwimmen großes Interesse an einer eigenen „ Schwimmstunde“. Engagierte Schwimmer gab es in Rommelshausen nicht, weshalb trotz intensiver Bemühungen keine größeren Aktivitäten von der SpVgg ausgehen konnten.

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In der Nachbargemeinde Beutelsbach boomte der Schwimmsport und der dortige TSV suchte nach weiterer Hallenbadkapazität. Dank der Weitsicht des Hauptamtsleiters Herrn Endemann konnte mit dem TSV Beutelsbach ein Kompromiss geschlossen werden: Der TSV übernimmt die aktive Patenschaft bei der Entwicklung einer Schwimmabteilung der SpVgg und bekommt dafür Hallenbadkapazität für seine Schwimmer.

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Bei der Gründungsversammlung am 17.07.84 waren 18 Personen anwesend, die Manfred Engel zum Abteilungsleiter wählten. Als Trainer wurde Heinz Stolz vom TSV Beutelsbach gewonnen, der auf leistungsbezogenes Training großen Wert legte.
Die Abteilung leidet unter den fehlenden erwachsenen „Fachkräften“, der Aufbau ist schwierig, da keine Mannschaftsrunde, wie beispielsweise beim Volleyball, die aus der Jugend heranwachsenden aktiven Sportler bindet. Zudem ist die DLRG- Ortsgruppe ein mächtiger Konkurrent, der an einer glänzenden Schwimmabteilung der SpVgg kein Interesse haben kann.

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Die Abteilung hat heute ca. 60 meist jugendliche Mitglieder. Harald Dehner, Abteilungsleiter seit 1996, und Brigitte Lang versuchen mit bewundernswertem Elan und mit viel Geschick die Jugendlichen zusammenzuhalten, Übungsleiter zu gewinnen und zusammen mit der Gemeinde und dem DLRG das Römer Hallenbad attraktiv zu machen.

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